Neues Denkmal in Rechlin:

"Alleinseglerin" ziert Neue Mitte

Die Arbeiten im Sanierungsgebiet rund um die Marktpassage nähern sich dem Ende. I-Tüpfelchen der Maßnahme ist eine Skulptur, die sechs Meter in den Rechliner Himmel ragt. Ein Güstrower hat sie entworfen.

Es ist ein mächtiges Stahlgebilde, jene Skulptur, die vor dem Haus des Gastes platziert werden soll. Noch ruht sie auf der Ladefläche eines Lkw - sechs Meter lang und mit seitlichen Ausläufern, die nur schwer zu beherrschen sind. Doch der Kran steht bereit, und die Männer von der Firma Kempa Metallverarbeitung Güstrow wissen, was zu tun ist. Nach den Vorstellungen des Künstlers aus der Barlachstadt, Roman Peter, 30 Jahre jung und Absolvent der Fachhochschule Berlin-Weißensee, wurde die Skulptur gefertigt. Und das, was zuvor bei den Gemeindevertretern im Kleinformat auf dem Versammlungstisch stand, thront in Kürze in der „Neuen Mitte“ von Rechlin.

Dabei hatten die Abgeordneten die Qual der Wahl. Zur Auswahl standen zwei Skulpturen. Eine, die aus mehreren Einzelelementen besteht und an eine junge Familie erinnert. Und dann jene, die Wolf-Dieter Ringguth (CDU), amtierender Bürgermeister von Rechlin, als „Alleinseglerin“ bezeichnet. Zu sehen ist ein Mensch, der in seinem Boot übers Wasser gleitet. Das Segel ragt in den Himmel. Letztlich gefielen den Rechliner Gemeindevertretern beide Vorschläge so gut, dass auch der erstgenannte noch Verwendung finden soll. Im neuen Kreisel, der die Straße am Stadion an die Boeker Chaussee anbinden wird.

Am Haus des Gastes wird dagegen die „Alleinseglerin“ platziert. „Pass auf, die Ladeluke“, gibt einer der Helfer Signal.  Der stählerne Segel-Mast schiebt sich in Richtung Lkw-Heck. Dann greift der Kranarm und hievt die Skulptur an ihren künftigen Platz. Noch einmal wird daran gedreht und gezerrt, ehe die Männer den Sockel mit Beton befüllen. 

Der Künstler selbst war bei dieser Prozedur übrigens nicht dabei - krankheitsbedingt.  Er entschuldigte  sich in einer Nachricht an den Bürgermeister, der eine Grußbotschaft zurück sandte. Ringguth kündigte an, dass auch der Platz vor der Passage aufgewertet werden soll. In einem Gemeinschaftsprojekt zwischen Gemeinde, dem Müritz-Elde-Wasser-Eigenbetrieb des Amtes (MEWA) sowie der Firma Burgdorf aus Wredenhagen wird ein Springbrunnen aufgestellt.

Derweil gebe es auch schon einen Bewerber, der das geschlossene Eiscafé wieder mit Leben füllt. „Es geht jetzt aufwärts mit dem Markt“, verdeutlichte Ringguth. Gute Nachrichten hatte der amtierende Bürgermeister für das Haus des Gastes. Gerade sei ihm der vor sechs Jahren beantragte Fördermittelbescheid ins Büro geflattert. Mit einer Finanzspritze von 300 000 Euro wird das Gebäude über den Winter auf Vordermann gebracht.

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