Brände am Osterwochenende:

15-Jähriger stirbt, 81-Jährige verliert Hab und Gut

Zwei tragische Brände am Ostersonnabend erschüttern Vorpommern: In Wolgast kann ein 15-Jähriger nur noch tot aus der Wohnung seiner Familie geborgen werden. In Neu Krien verliert eine 81-Jährige ihr Hab und Gut in den Flammen. 

Beim Wolgaster Wohnhausbrand kam ein 15-Jähriger ums Leben.
Tilo Wallrodt Beim Wolgaster Wohnhausbrand kam ein 15-Jähriger ums Leben.

Es war eine erschütternde Tragödie, die sich am Ostersamstag in Wolgast ereignete: Ein Feuer brach gegen 16.25 Uhr im obersten Stockwerk eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses in der Badstubenstraße aus. Den 15-jährigen Sohn der Familie konnten die Kameraden der Feuerwehr nur noch tot bergen.

Die 35-jährige Mutter und ihre 16 Jahre alte Tochter konnten sich selbst aus der brennenden Wohnung befreien, der 29-jährige Lebensgefährte und der 15 Jahre alte Sohn mussten schon von der Feuerwehr aus dem Gebäude geholt werden. Der Mann überlebte, der Junge war schon tot. Der Lebensgefährte, die 35-jährige Mieterin und deren Tochter wurden mit einer Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt.

Das Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Der Wolgaster Bürgermeister Stefan Weigler organisierte noch am Samstag Notunterkünfte für die weiteren Mieter des Gebäudes. Am Haus entstand laut Polizei ein Sachschaden von rund 250.000 Euro.

Auch in Neu Krien bei Anklam verlor eine 81-Jährige Frau am Ostersamstag ihr Hab und Gut. Das Haus, in dem die gehbehinderte Dame wohnte, und eine angrenzende Stallung brannten am frühen Nachmittag vollständig aus. Ein Nachbar konnte die Rentnerin noch aus ihrem brennenden Haus retten. Sie bleib zum Glück unverletzt. 

Das Haus wurde durch das Feuer komplett zerstört. Die 81-Jährige gehbehinderte Dame kam zunächst in einer Seniorenwohngemeinschaft in Gramzow unter. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf mindestens 50.000 Euro.

In beiden Fällen muss noch geklärt werden, wie es zu den Bränden kommen konnte.