Unfall:

16-Jähriger stürzte bei Flucht vom Balkon

Die Polizei wollte gar nicht zu ihm. Dennoch hatte ein Greifswalder solche Angst vor den Beamten, dass er flüchtete und dabei in die Tiefe stürzte.

Schwer verletzt wurde der 16-Jährige ins Klinikum Greifswald gebracht.
Nicolas Armer Schwer verletzt wurde der 16-Jährige ins Klinikum Greifswald gebracht.

Aus Angst vor der Polizei ist am Mittwochabend ein 16-jähriger Greifswalder vom Balkon gestürzt und hat sich dabei so schwere Verletzungen zugezogen, dass er mit dem Rettungswagen ins Klinikum gebracht werden musste.

Der Reihe nach: Gegen 20.55 Uhr wurde die Polizei in die Maxim-Gorki-Straße zur Klärung eines Streits gerufen. Ein 16-jähriger Anrufer hatte erklärt, ein Bekannter habe ihm sein Radio weggenommen und wolle es ihm nicht zurückgeben. Die Polizei suchte den 17-jährigen Bekannten zuhause auf und konnte die Sache klären. Er rückte das Radio wieder heraus. So weit, so gut. Doch als die Polizisten die Wohnung wieder verlassen wollten, kam er ihnen hinterhergelaufen und sagte, sein Bruder (16) sei vom Balkon gestürzt, was sich dann auch bestätigte. Der Schwerverletzte kam ins Klinikum. Die Verletzungen sind allerdings nicht lebensbedrohlich, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Zu den Hintergründen für den Sturz befragt, gab die Mutter des 16-Jährigen an,  ihr Sohn müsse sich in den nächsten Tagen in der Justizarrestanstalt in Neustrelitz melden. Als die Polizei die Wohnung betrat, dachte er, die Beamten seien seinetwegen gekommen. Bei seinem Fluchtversuch über den Balkon verlor er den Halt und stürzt aus der vierten Etage in die Tiefe.

 

 

 

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