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28 Kellereinbrüche - künstlicher Weihnachtsbaum geklaut

In Jarmen und Völschow brachen unbekannte Täter 28 Keller auf – an einem Tag. In Greifswald war es zu einer ähnlichen Serie gekommen. Die Beute der Diebe aber irritiert.

Auch dieser Wohnblock am Anger in Jarmen wurde jetzt Ziel von Keller-Einbrechern, laut Polizei geht es dort um gleich 17 illegal geöffnete Verschläge. Was das Ganze sollte, darüber herrscht bei den Ermittlern noch Rätselraten.
Stefan Hoeft Auch dieser Wohnblock am Anger in Jarmen wurde jetzt Ziel von Keller-Einbrechern, laut Polizei geht es dort um gleich 17 illegal geöffnete Verschläge. Was das Ganze sollte, darüber herrscht bei den Ermittlern noch Rätselraten.

In Jarmen und Völschow ist es am Montag zu zahlreichen Kellereinbrüchen gekommen: In der Straße am Anger in Jarmen schlugen die unbekannten Täter 17 Mal zu, in der Dorfstraße in Völschow elf Mal.

Wie die Polizei jedoch mitteilte, wurde verhältnismäßig wenig gestohlen. Teure Fahrräder oder technisches Gerät etwa hätten die oder der Täter stehen lassen. Aus einem Keller in Jarmen seien 85 Euro gestohlen worden, in Völschow werde ein künstlicher Weihnachtsbaum vermisst.

Die Einbrüche ereigneten sich offenbar fast gleichzeitig, sowohl in Jarmen als auch in Völschow traf es jeweils der Kommune gehörende Wohnblöcke. Im Fall der Peenestadt geht es um den ersten der drei Mehrgeschosser am Anger, also die Aufgänge 26 und folgende, informierte am Dienstag Axel Falkenberg, Pressesprecher der Polizeiinspektion Anklam. In der Nachbargemeinde wurden seine Kollegen an die Dorfstraße 93 gerufen. Als vermutliche Tatzeit gilt jeweils der Sonntag beziehungsweise die ersten Stunden der neuen Woche. Festgestellt hätten die ersten Betroffenen die Einbrüche am Montag.In

Mysteriös in mehrfacher Hinsicht

Nicht nur aufgrund des verschmähten Diebesguts erscheint die Serie mysteriös. Immerhin seien die Hauseingangstüren am Anger mit einem Schließsystem ausgestattet, das den Zutritt nur ermöglicht, wenn jemand über einen Schlüssel verfügt oder ihm von innen geöffnet wird, erklärte Sabine Reddig, die Geschäftsführerin der Jarmener Wohnungsgesellschaft. Und nachts werde sogar abgeschlossen. Es erscheine ihr also etwas verwunderlich, wie dort jemand Fremdes eindringen und dann noch so lange unbemerkt agieren konnte.

In der vergangenen Woche und am Wochenende kam es bereits in Greifswald zu 40 Kellereinbrüchen in drei Nächten. Auch dort verschwanden nach Polizeiangaben keine Fahrräder, Geräte oder Lebensmittel. Ob ein Zusammenhang bestehe, sei derzeit unklar.

Die Kripo hofft auf Zeugenhinweise oder Tipps aus der Bevölkerung, die mehr Licht in die Angelegenheit bringen.