Unfall:

30 000 Liter Diesel landen im Straßengraben

Ein mit Diesel beladener Tanklaster ist bei Greifswald im Straßengraben gelandet und hat dadurch einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk ausgelöst. Der Fahrer des Lkw wurde leicht verletzt.

Der Sattelzug samt Riesentank kam von links von der Bundesstraße ab und überschlug sich.
Christopher Niemann Der Sattelzug samt Riesentank kam von links von der Bundesstraße ab und überschlug sich.

Ein schwerer Lkw-Unfall hielt am Montagnachmittag viele Rettungskräfte des Landkreises auf der Bundesstraße 105, nahe dem Ortsausgang Neuenkirchen, in Atem. Zuvor war ein 22-jähriger Lkw-Fahrer mit seiner Zugmaschine aus Stralsund in Richtung Anklam gefahren; er verlor gegen15.45 Uhr die Kontrolle über das Fahrzeug. Aus bisher ungeklärter Ursache kam der Lkw von links von der Bundesstraße ab. Der Sattelschlepper samt Auflieger überschlug sich und blieb kopfüber im Straßengraben liegen.

Kurz danach klingelten die Telefonleitungen in den Leitstellen von Polizei und Feuerwehr heiß. Ein Unfall mit einem Tanklastzug und auslaufender Flüssigkeit wurde gemeldet. Sofort eilten die Rettungskräfte von Polizei, THW, Feuerwehr und Rettungsdienst auf die Greifswalder Ortsumgehung, wo sich das Unglück ereignet hatte. Der Tank-Auflieger, der mit 30 000 Liter Dieselkraftstoff gefüllt war, wurde bei dem Überschlag so stark beschädigt, dass der Tank Leck geschlagen war und Diesel auslief. Der Fahrer musste notärztlich versorgt und mit einem Rettungswagen ins Greifswalder Klinikum transportiert werden.

Unterdessen trafen die Gefahrguteinheiten des Landkreises Vorpommern-Greifswald aus Gützkow und Torgelow/Eggesin ein. Über spezielle Wannen konnten 6000 Liter Kraftstoff aufgefangen werden. Der restliche Kraftstoff wurde mit schwerer Technik abgepumpt. Dennoch drangen 1000 Liter ins Erdreich ein. Für die Bergung des Tanklastzuges wurde eine Spezialfirma eingesetzt. Die Bergungsmaßnahmen dauerten bis in den frühen Morgenstunden des Dienstags an.

An dem Gefahrgut-Einsatz waren 120 Einsatzkräfte beteiligt. Zur genauen Klärung der Unfallursache wurde ein Dekra-Sachverständiger hinzugezogen. Der Schaden beläuft sich auf 150 000 Euro.

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Kommentare (1)

Bei Alarm für Cobra 11 wäre es die Explosion des Jahrhunderts geworden. Hier ist es nur eine ziemliche Umweltzerstörung...