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350 bei rechter Demo in Anklam

Rund 350 Menschen haben am Dienstagabend an einer von Rechtsextremen organisierten Demonstration gegen die aktuelle Asylpolitik teilgenommen. Doch bei der Teilnehmerzahl blieb es nicht.

Rund 350 Menschen beteiligten sich an dem Protestzug, den Rechtsextreme organisiert hatten.
Gabriel Kords Rund 350 Menschen beteiligten sich an dem Protestzug, den Rechtsextreme organisiert hatten.

350 Menschen haben am Dienstagabend in Anklam gegen die aktuelle Asylpolitik demonstriert. Die Veranstaltung war als "Protestmarsch" deklariert. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Rechtsextreme, die auch merklich die Regie führten. Aber auch Bürger, die offensichtlich erst seit kurzem mit den Rechtsextremen sympathisieren, schlossen sich der Demo an.

Während des rund acht Kilometer langen Marschs durch Anklam nahm die Teilnehmerzahl immer weiter ab; zum Ausgangspunkt am Neuen Markt kehrten nach Polizeiangaben schließlich nur rund 30 bis 50 Teilnehmer zurück. Die Demo verlief laut Polizei friedlich.

Flaschenwürfe auf Polizisten

Rund 100 Anklamer hielten bereits vor Beginn der rechten Demo eine Mahnwache auf der anderen Seite des Neuen Markts ab. Erschienen waren Vertreter des Bündnisses "Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt" sowie von Parteien, Verbänden und Institutionen. Man verzichtete auf Redebeiträge, zeigte lediglich Spruchbänder und spielte Musik.

Am Rande der Veranstaltung störten einige Punker, die sich zuvor an der Gegendemo beteiligt hatten. Sie wurden mehrfach aggressiv gegen Polizisten und bewarfen diese am Ende sogar mit Bierflaschen. Die Polizisten, die die Punker zunächst mehrfach ermahnt hatten, setzten daraufhin Pfefferspray ein.

Kommentare (3)

Einerseits schreibt man von "Rechtsextremen", während man die mindestens genauso extreme Gegenseite verniedlichend mit "Punker" bezeichnet. Den Begriff "Linksextreme" scheint man nicht zu wünschen.

Hallo! Ein kleiner Linktipp zur Definition des Punkers: https://de.wikipedia.org/wiki/Punk. Dort steht, dass die Punk-Szene größtenteils unpolitisch oder linkspolitisch geprägt ist. Grüße, Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion

zieht auch immer wieder linke Krawalltouristen an. Ich finde es gut das sich die Leute nicht mehr kritiklos die Asylpolitik gefallen lassen. Wenn jeder der dieser Asylpolitik kritisch gegenüber steht auf die Straße gegangen wäre, hätte eine viel größere Menschenmasse in Anklam ihren Unmut kundgetan. Aber viele haben Angst in die extrem rechte Ecke geschoben zu werden. Manche Firmen drohen auch mit Konsequenzen sollte man bei einem Spaziergang gegen Asylmissbrauch gesehen werden. So wird freie Meinungsäußerung von den Mächtigen eben doch gedrückt.