Fieser Trick gelingt:

72-Jährige überweist Betrügern fast 5000 Euro

Wieder hatten die Ganoven Glück: Eine bei Anklam wohnende Rentnerin überwies 4650 Euro in die Türkei, weil dort angeblich ein Riesen-Gewinn auf sie wartete.

Viel Geld ist eine Rentnerin jetzt los.             
Robert Schlesinger/dpa-Archiv Viel Geld ist eine Rentnerin jetzt los.  

Eine wahre Räuberpistole haben sich die Betrüger diesmal ausgedacht: Die Seniorin erhielt einen Anruf von einem "Staatsanwalt" aus Berlin, der behauptete, Ungereimtheiten bei Gewinnspielen zu überprüfen. Er hege gegen einen Mitarbeiter einer Berliner Bank den Verdacht, dass dieser Gewinngeld - auch das der Seniorin - unterschlage. Die Dame erhielt die Telefonnummer des "Mitarbeiters". Die Dame rief an und er bekam die Auskunft, dass ihr Gewinn von 83 000 Euro auf einem türkischen Bankkonto liegen würde, da dort nur fünf Prozent Steuern gezahlt werden müssten. Würde sie also 4150 Euro an Steuern zahlen, bekäme sie auch den Rest des Gewinnes, versprach man ihr.

Kurz darauf rief der "Staatsanwalt" wieder an und zeigte sich besorgt. Er garantierte der Frau den Gewinn, wenn weitere 500 Euro fließen würden. Seit der letzten Überweisung ist nun eine Woche vergangen, vom Gewinn keine Spur.

Die Polizei nimmt diesen aktuellen Fall erneut zum Anlass, dringend vor der Masche der Gewinnspielbetrüger (egal ob Autos oder Bargeld) zu warnen. Erst vor wenigen Wochen fiel in unserer Region ein Rentner auf falsche Polizisten am Telefon rein. Auch dort ging es um einen angeblichen Gewinn in der Türkei.