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Ab jetzt sind sie Erwachsene

Von Jörg Foetzke Die Konfirmation wurde in vielen evangelischen Kirchen in Anklam und Umgebung gefeiert. Die Zahl der jungen Leute, die eingesegnet wurden, ...

Nach zweijährigem Kurs zu Themen und Fragen des Lebens und des christlichen Glaubens wurden die Konfirmanden jetzt in den Kreis der erwachsenen Gemeindemitglieder aufgenommen. Sie können nun Pate sein, am Abendmahl teilnehmen und sich an den Wahlen zum Kirchgemeinderat beteiligen. [KT_CREDIT] FOTOs: Jörg Foetzke

Von Jörg Foetzke

Die Konfirmation wurde in vielen evangelischen Kirchen in Anklam und Umgebung gefeiert. Die Zahl der jungen Leute, die eingesegnet wurden, hielt sich allerdings in Grenzen.

Anklam. Was ist das Wichtigste an der Konfirmation? Annika Eberbach aus Mönkebude, die in Ducherow eingesegnet wurde, hat darauf eine schlüssige Antwort: „Man fühlt sich älter“, sagt die 14-Jährige ohne lange zu überlegen. Endlich zu den Erwachsenen gehören, ist für junge Leute ganz wichtig. Die Konfirmation ist da ein echter Schritt nach vorn. Nach zweijährigem Kurs zu Themen und Fragen des Lebens und des christlichen Glaubens wurden die Konfirmanden jetzt in den Kreis der erwachsenen Gemeindemitglieder aufgenommen. Sie können nun Pate sein, am Abendmahl teilnehmen und sich an den Wahlen zum Kirchgemeinderat beteiligen. Die Konfirmation ist ganz klar auch Glaubensbekenntnis, denn dies spielt beim weltlichen Pendant
Jugendweihe absolut keine Rolle.

Doch scheint es so, dass immer weniger junge Menschen sich in der Region für die Konfirmation entscheiden. In Anklam traten am Pfingstsonntag gerade mal fünf Jugendliche vor den Altar, in der Liepener Kirche gar nur drei. Pastor Andreas Pense-Himstedt, der das Gebiet nördlich der Peene von Pätschow bis Buggow betreut, absolvierte ein straffes Sonntagsprogramm. In drei Gottesdiensten segnete er sieben junge Leute ein. Spitzenreiter in der Region ist Krien mit neun Konfirmanden. Auch in Ducherow sah es auf den ersten Blick gar nicht schlecht aus: Sieben Konfirmanden feierten dort gemeinsam mit Familien und Bekannten die Einsegnung. Doch da die Ducherower Kirchgemeinde bei der Kon-firmation mit Mönkebude kooperiert, war das Fest lediglich für den 14-jährigen Felix Miodeck aus Rathebur ein Heimspiel. Pastorin Barbara Süptitz beklagt dann auch ganz klar die „Entchristianisierung“ im Dorf.

In anderen Kirchgemeinden sieht man die Konfirmandenzahlen gelassener. In den meisten Gemeinden würden sie von Jahr zu Jahr auf und ab gehen. Optimistische Kunde gibt es auch: In Anklam werden im kommenden Jahr 17 junge Leute konfirmiert. Und in Lassan, wo es in diesem Jahr keine Konfirmation gab, sollen zu Pfingsten 2014 fünf Konfirmanden eingesegnet werden.