Acht Grad im Klassenzimmer:

Kältefrei in Anklamer Schule

Die tiefen Temperaturen zum Start in die neue Woche haben dafür gesorgt, dass für 167 Schüler in Anklam kein Unterricht stattfinden konnte. In den Klassenräumen zeigten die Thermometer gerade einmal acht Grad.

Für die Schüler der Anklamer Biberburg gab es am Montag unverhofft schulfrei.
Lutz Reuter Für die Schüler der Anklamer Biberburg gab es am Montag unverhofft schulfrei.

Eisige Temperaturen im zweistelligen Minusbereich haben am Montagmorgen nicht nur den Autofahrern Probleme bereitet. Im Anklamer Förderzentrum Biberburg sind die Temperaturen so niedrig gewesen, dass die Schulleitung sich gezwungen sah, den Unterricht ausfallen zu lassen. Grund dafür ist der Ausfall der Heizungselektronik gewesen. Gerade mal acht Grad Celsius zeigten dementsprechend die Thermometer in den Klassenräumen an.

Für die stellvertretende Schulleiterin Astrid Parlow bedeutete das, in aller Herrgottsfrühe dutzende Telefonate zu führen. Zunächst sorgte sie dafür, dass die im Schülerverkehr eingesetzten Busfahrer informiert werden. Denn fast 100 der insgesamt 167 Schüler reisen mit dem Bus an. Danach versuchte Astrid Parlow, alle Eltern der Kinder aus Anklam zu erreichen.

Dennoch drang die Information über den Unterrichtsausfall nicht zu allen durch. So fanden sich rund 20 Schüler am Montagmorgen in der Biberburg ein. Sie sind von den anwesenden Pädagogen im Lehrerzimmer, dem einzig halbwegs warmen Raum der Schule, beschäftigt worden.

Die Betreuung der anderen Schüler sei auch abgesichert gewesen, so Parlow. Denn von den meisten Kindern der Biberburg sei mindestens ein Elternteil zu Hause. Während die Mädchen und Jungen den schulfreien Tag genießen konnten, machten sich Handwerker daran, die Probleme mit der Elektronik zu beheben, so dass der Unterricht nun wieder regulär stattfinden kann.

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