:

Achtung Anklam! Hier gibt es Geld

VonJörg FoetzkeIn Deutschland gibt es für fast jeden nur denkbaren Zweck eine Stiftung. Und jetzt endlich auch eine, die Projekte in Vorpommern und Anklam ...

VonJörg Foetzke

In Deutschland gibt es für fast jeden nur denkbaren Zweck eine Stiftung. Und jetzt endlich auch eine, die Projekte in Vorpommern und Anklam unterstützt. Wie man an das Geld kommt, wer sich Hoffnungen machen darf, das wird jetzt geklärt.

Vorpommern.Als im September 2011 die Bürgerstiftung Vorpommern ins Leben gerufen wurde, schien ein Geldregen für Ehrenamtsprojekte in der Region kurz bevor zustehen. Die Diakonie Vorpommern hatte 500 000 Euro in das Stiftungskapital eingebracht, die Volksbank/Raiffeisenbank Greifswald steuerte 500 000 Euro bei und wollte jede zusätzliche Einzahlung bis 500 000 Euro noch einmal verdoppeln. „Bei einem Stiftungskapital von insgesamt 1,6 Millionen Euro könnten dann jährlich 50 000 Euro für die Unterstützung von ehrenamtlichen Projekten ausgeschüttet werden“, sagte Michael Hietkamp, Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank bei der Unterzeichnung der Stiftungsurkunde. Nach Erledigung der Gründungsformalitäten und einer ersten Zinsausschüttung aus dem Ertrag des Stiftungskapitals sollen nun die ersten Projekte anlaufen. In Anklam wird sich die Bürgerstiftung am kommenden Dienstag um 18.30 Uhr in der Filiale der Volksbank/Raiffeisenbank am Markt vorstellen. Die Initiatoren wollen gemeinsam mit Interessierten aus der Peenestadt nach einem ersten Projekt fahnden, das langfristig unterstützt werden soll.
Jedoch dämpft Michael Hietkamp überzogene Erwartungen: Im Stiftungsfond speziell für Anklam sind rund
90 000 Euro eingestellt. Bei dem derzeit niedrigen Zinsniveau könne man mit rund 1000 Euro für die Projektförderung rechnen. Doch wird auch auf Spenden und Zustiftungen aus dem Anklamer Bereich gehofft.
Während der Veranstaltung am Dienstag kann jeder interessierte Anklamer seine Förderidee einbringen. Der Stiftungsrat will die Entscheidung über die Förderung den Anklamern selbst überlassen. Wie das allerdings dann genau funktionieren soll, muss noch geklärt werden.