Krankenhaus in Karlsburg:

Ätzende Chemikalie: Nur 0,05 Liter lösten Feuerwehreinsatz aus

Großer Einsatz für die Rettungskräfte im Landkreis. Auch der Gefahrengutzug musste zur Klinik in Karlsburg ausrücken, weil dort eine giftige Chemikalie ausgelaufen war.

Im OP-Bereich der Karlsburger Klinik war am Dienstag eine Chemikalie ausgetreten.
Tilo Wallrodt Im OP-Bereich der Karlsburger Klinik war am Dienstag eine Chemikalie ausgetreten.

Für die Fachleute war es am Ende "Milliliter-Arbeit". Am späten Dienstagnachmittag wurden Feuerwehr und Rettungskräfte nach Karlsburg gerufen. Weil zunächst nicht klar war, ob die Einsatzkräfte mit der Situation vor Ort alleine fertig werden, wurde auch der Gefahrengut-Zug angefordert.

Was so spektakulär klingt, entpuppte sich dann allerdings als überschaubare Aufgabe. Sogar der Anlass des Einsatzes wäre leicht zu übersehen gewesen: Rund 50 Milliliter einer farblosen Chemikalie waren im OP-Bereich des Krankenhauses ausgelaufen.

Formaldehyd ausgetreten

Dabei handelte es sich nach Angaben der Klinik um Formaldehyd. "Es wird im Klinikum zur Fixierung von menschlichem Gewebe verwandt, das zu pathologischen Untersuchungen verschickt wird", erläutert Sprecherin Anette Pröber. Für lebendes Gewebe allerdings birgt der Stoff einige Gefahren, zumindest in bestimmten Konzentrationen, wie sie erläutert.

Allerdings seien bei dem Unfall keine Personen zu Schaden gekommen. Man wollte aber auch bei der Entfernung jegliche Gefahren vermeiden und habe deshalb die Rettungskräfte alarmiert. Die aus Jarmen angeforderten Spezialkräfte konnten allerdings umdrehen, bevor sie den Unfallort erreicht hatten.

 

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