Landtagswahl:

AfD holt Frauke Petry nach Anklam

Eine Kampfansage an die Konkurrenz: Eine Woche vor der Landtagswahl kommt die Bundessprecherin der AfD nach Anklam. Die Partei erwartet mehrere hundert Schaulustige. Und während sie es sonst oft schwer hat, Räumlichkeiten zu finden, vermietet hier ein städtisches Unternehmen an die Populisten.

Umstritten, bejubelt, beschimpft: So oder so wird Frauke Petry wohl für ein volles Volkshaus in Anklam sorgen.
Klaus-Dietmar Gabbert Umstritten, bejubelt, beschimpft: So oder so wird Frauke Petry wohl für ein volles Volkshaus in Anklam sorgen.

"Räume vermieten, das ist nun mal unser Hauptgeschäft", sagt Susanne Bluhm. Die Chefin der Anklamer Wohnungsverwaltung (GWA) will sich auf mögliche Diskussionen über diesen Vertrag gar nicht einlassen. Auch sie weiß allerdings, dass es schon ein Thema ist, wenn man die AfD ins Haus lässt - zumal ins Anklamer Volkshaus.

Erst vor wenigen Wochen wurden die Scheiben eines Gasthauses in Greifswald eingeworfen. Wenige Stunden bevor dort eine große Veranstaltung der AfD stattfand. Mit solchen Angriffen rechnen am 26. August in Anklam weder Bluhm noch der Organisator der Veranstaltung. Matthias Manthei, Direktkandidat im Anklamer Wahlkreis, hat seine Bundesvorsitzende nach Vorpommern geladen. Frauke Petry soll an dem Abend ab 19 Uhr einen Vortrag halten, anschließend sei eine Podiumsdiskussion geplant.

 

 

Weiterführende Links

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!

Kommentare (8)

Ich möchte mal hier eines klar stellen: Der NORDKURIER ist nicht, wie das NEUE DEUTSCHLAND für die SED, das Presse-Organ einer Partei, und hat sich demnach einer parteipolitisch neutralen Wortwahl zu befleißigen. Die Verwendung des Begriffes "Populisten" diskriminiert von vornherein die AfD. Der NORDKURIER stellt sich auf diese Weise gegen mindestens 15 Prozent der Bevölkerung, die in der AfD eine Partei sieht, welche zur Wahl antritt. Genauso gut könnte ich die CDU und SPD als Populisten bezeichnen, aber dazu reicht es beim NORDKURIER anscheinend nicht, gleiches Recht für Alle gelten zu lassen.

Populismus, laut Duden, bedeutet, dass eine Partei opportunistisch durch Dramatisierung aktueller Ereignisse versucht, Stimmen und Wahlen zu gewinnen. Das ist noch nicht diskriminierend.

Sie wissen doch ganz genau wie Populismus definiert wird. Die Erklärung des Duden, dass eine Dramatisierung erfolge und demzufolge deshalb Stimmen für Wahlen gewonnen werden sollen, ist sehr wohl diskriminierend. Weil die Medien (nicht alle) eben versuchen mit dem Populismuszusatz eine Partei herabzusetzen, insgesamt und eben auch anderen Parteien gegenüber. Leon hat völlig Recht damit, dass eine parteipolitisch neutrale Wortwahl nicht gegeben ist. Denn sowohl die Linke als auch die Herren Gabriel und Maas, um nur wenige Beispiele anzuführen, müssten dann ständig den Populistenzusatz erhalten! Aber der Nordkurier ist ja lernfähig, zumindest hat er hier betreffenden Absatz gelöscht. Es wäre schön für den kommenden Wahlkampf, dass man nur von DER AfD spricht, auch wenn man ihren politischen Zielen nicht folgen möchte. Dies gilt sowohl für den NK, die anderen Zeitungen in MV und gerade für den NDR!

Doch nicht gelöscht worden vom NK. Dann versucht weiter Stimmung zu machen, Parteiblatt bleibt Parteiblatt.

Parteiblatt welcher Partei, Ihrer Meinung nach?

Sehr geehrter Bürgermeister ,welche Demokratie vertreten Sie ?. Noch ist die AfD nicht verboten und Sie erdreisten sich es zu monieren,dass dieser Partei eine Räumlichkeit zur Verfügung gestellt worden ist. Hätten Sie das auch gewagt zu Zeiten der DDR Herrschaft ?

Ein merkwürdiges Rechtsverständnis haben Sie, Herr Bürgermeister Galander, aber das kennen wir ja von Ihnen aus Ihrer Vergangenheit.....Nun erdreisten Sie sich, eine kommunale Einrichtung, die Anklamer Wohnungsverwaltung (GWA), unter öffentlichen Druck zu setzen, Rechtsbruch begehen zu sollen und gültige Verträge zu stornieren. Eigentlich ist es längst an der Zeit, daß Sie sich von Ihrem Amt des Bürgermeisters verabschieden und in der Versenkung verschwinden auf Nimmerwiedersehen. Es sind mehr als die 15 Prozent der AfD-Wähler, die Sie nicht vermissen werden.

http://www.zeit.de/2010/40/DOS-Anklam Höchst lesenswert.....