Kehrtwende beim Kreis:

Also doch: Flüchtlinge in der Turnhalle

Letzte Woche wurde noch erklärt, dass das vorerst nicht nötig sein würde, jetzt kommen doch Flüchtlinge in die Turnhalle in der Feldstraße in Greifswald.

Fieberhaft wurden die Betten aufgebaut, dann genau so schnell wieder ab, und jetzt sieht es hier doch wieder so aus: In die Turnhalle in der Greifswalder Feldstraße kommen vielleicht schon heute Flüchtlinge. Foto: Sauer
Fieberhaft wurden die Betten aufgebaut, dann genau so schnell wieder ab, und jetzt sieht es hier doch wieder so aus: In die Turnhalle in der Greifswalder Feldstraße kommen vielleicht schon heute Flüchtlinge. Foto: Sauer

Der zuständige Dezernent Dirk Scheer klang vor einer Woche in der offiziellen Stellungnahme richtig optimistisch: „Unsere Leute sowie vor allem auch die Bürgermeister der Kommunen haben bei der Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge so gut gearbeitet, dass die Gesamtlage sich im Kreis derzeit leicht entspannt darstellt.“ Deshalb könne man die Betten wieder abbauen und die Turnhalle dem Vereinssport zur Verfügung stellen.

Schnee von gestern, alles wieder ganz anders. Jetzt heißt es für die Rotkreuz-Helfer, die die Turnhalle gerade erst leergeräumt hatten, Kommando zurück. Und zwar im Eiltempo: „Wir haben heute Morgen erfahren, dass innerhalb von zwei Tagen 100 Flüchtlinge zu uns kommen“, erklärte Dirk Scheer gestern. Und weiter: „Wir haben für diese Menschen keine freien Unterkünfte mehr. Das heißt, all die Ankommenden können derzeit nicht so schnell in Wohnungen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, sodass der Landkreis auf die Turnhalle als Übergangsunterbringung zurückgreifen muss.
Ich bitte alle Sportler und Trainer in dieser auch für den Landkreis sehr schwierigen Lage um Verständnis“, appelliert Scheer an die Nutzer.

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