Speed-Dating :

Amor und Anklam passen nicht zusammen

Juhu, endlich Frauen fürs Speed-Dating! Aber denkste, denn jetzt wollen die Männer nicht mehr. Wahrscheinlich haben sie die Nase voll. Erst lassen sich die Frauen bitten und zieren sich. Aber irgendwann reicht es ja auch mal. Und eine Frau muss alles ausbaden.

Josephine Rohr und Marco Wengler haben die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Vielleicht klappt es ja doch mit dem Zusammenzuführen der einsamen Anklamer Herzen.
Christine Klose Josephine Rohr und Marco Wengler haben die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Vielleicht klappt es ja doch mit dem Zusammenzuführen der einsamen Anklamer Herzen.

Frauen und Männer sprechen nicht die gleiche Sprache. Sagt man ja so im Volksmund. Das scheint in Anklam zumindest zu stimmen. Denn die beiden wollen einfach nicht zueinander finden. Und das macht vor allem eine wahnsinnig: Josephine Rohr, Chefin von Josy's Bed.

Speed-Dating soll die einsamen Anklamer Herzen zusammenführen. Dafür braucht man nicht viel: Frauen und Männer. Die sitzen sich gegenüber. Sieben Minuten lang reden sie in entspannter Atmosphäre miteinander. Also alles ganz einfach. Das Problem von Josephine Rohr war bisher, dass sich einfach keine Frauen zum schnellen Kennenlernen angemeldet hatten. Stattdessen gab es einen regelrechten Männerüberschuss zu verzeichnen. Zwanzig Männer und keine einzige Frau meldeten sich an.

Doch Josephine gab nicht auf: Und es klappte. Es meldeten sich tatsächlich Frauen an. "Ich dachte: Jetzt wird alles gut", erzählt sie. Aber es kam dann doch alles anders als gedacht. Fünf Frauen stellten sich der Herausforderung. Und sie waren hoch motiviert, endlich den Richtigen zu finden. "Eine war ganz glücklich und total stolz auf sich, weil sie sich zum Speed-Dating traute", sagt Rohr. Aber die Männer wollten jetzt nicht mehr. Die Frauen hatten sich scheinbar einfach zu lange bitten lassen. Und irgendwann reicht es dann ja auch mal.

Deswegen wagte auch nur ein einziger männlicher Bewerber den Schritt ins Ungewisse und meldete sich an. Doch das reichte einfach nicht aus für die geballte Frauenpower. Der Kandidat war noch dazu sehr schüchtern. "Am Telefon kam er mir sehr aufgeregt vor", sagt Josephine Rohr. Es wäre bestimmt ganz lustig für den einzelnen Herrn geworden. Fünf Frauen, die ausschließlich ihn kennenlernen wollen. Aber einer war einfach zu wenig, und so musste Jospehine Rohr das Speed-Dating zum dritten Mal absagen. Aber eine Kandidatin machte ihr Mut und sagte ihr: "Geben sie bloß nicht auf! Machen sie weiter."

Und genau das macht Josephine Rohr. Noch eine letzte Chance gibt es. Und auch schon Bewerber. Aber bis jetzt sind es wieder nur Frauen, die sich verkuppeln lassen wollen. Josephine Rohr hat auch eine Theorie, warum sich jetzt plötzlich nur noch Frauen melden und keine Männer mehr. "Bei den 20- bis 40-Jährigen gibt es einen Männerüberschuss, dann kehrt sich das Ganze um." Könnte stimmen, zumindest in Anklam. Fürs Speed-Dating aber eine denkbar ungünstige Situation.

Kommentare (1)

Gibt es keine anderen Themen als diese Peinlichkeit? Wieviel hat man Ihnen bezahlt, daß Sie diese peinliche Werbung derart offensiv als redaktionellen Inhalt verkaufen? Ich meine man hat in Anklam Besseres zu tun als jeder Wutz nachzulaufen, die durchs Dorf rennen will und den Nicht-Teilnehmern zu unterstellen, sie hätten nichts mit Liebe am Hut, weil sie sich nicht durch die Mühle drehen lassen, ist einfach dumm. Ich bitte Sie, die Leser nun endlich mit diesem Mist zu verschonen