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Angler zieht Rekord-Wels aus der Peene

Rekordfisch statt Anglerlatein: Daniel E. hat einen mehr als zwei Meter langen Wels in der Peene geangelt. Damit dürfte er den Fang des Jahres 2016 gemacht haben, seit Jahren wurde in Mecklenburg-Vorpommern kein Fisch gefangen, der größer war.

Dieses Bild veranschaulicht die Größe des von Daniel E. in der Peene geangelten Welses. Es dürfte sich um einen der größten Fänge handeln, der in den vergangenen Jahren offiziell in Mecklenburg-Vorpommern an Land gezogen wurde.
privat Dieses Bild veranschaulicht die Größe des von Daniel E. in der Peene geangelten Welses. Es dürfte sich um einen der größten Fänge handeln, der in den vergangenen Jahren offiziell in Mecklenburg-Vorpommern an Land gezogen wurde.

Daniel E. besitzt seit 2004 einen Angelschein und ließ am 19. November des vergangenen Jahres einen Gummifisch-Köder in die Peene hinab – um einige Stunden später den kapitalsten Fang seines Lebens zu machen. Gegen Mittag spannten sich plötzlich Sehne und Rute so gewaltig, dass Daniel E. schnell schwante, mehr als nur einen etwas größeren Wels am anderen Ende zu haben.

Selbst mit Unterstützung von zwei Freunden dauerte es noch lange, bis sie den Fisch ins Boot hieven konnten. Das Exemplar kam bei der anschließenden offiziellen Vermessung beim Angelverein Bentzin auf eine Länge von 2,14 Meter, die Waage zeigte 58 Kilogramm an.

35 Kilogramm Filet

Um ihn an diesen besonderen Tag zu erinnern, lässt Daniel E. das Vorderteil bei einem Fachmann in Greifswald präparieren. Und die 35 Kilogramm Filet wurden an zahlreiche Freunde und Bekannte verteilt, vieles landete auch im eigenen Gefrierschrank.

Nach den Daten des Landesanglerverbandes (LAV) zog mindestens seit 2008 niemand mehr einen Fisch jeglicher Art aus den Gewässern in und vor Mecklenburg-Vorpommern, der offiziell bestätigt auch nur annähernd solche Abmessungen aufweist. Der bisherige Rekordhalter (1,74 Meter und 41 Kilogramm) stammt aus dem Kleinpritzer See, ist ebenfalls ein Wels und wurde im Juli 2013 geangelt.

Angesichts des Jarmener Exemplars erscheint es deshalb unwahrscheinlich, dass E. noch jemand gefährden könnte, was die Wahl zum „Fisch des Jahres 2016” angeht.

Kommentare (4)

Der arme Fisch. Vielleicht bleibt er ja im Hals stecken.

Dafür hat der Angler vielen armen Fischen, seltenen Fröschen und niedlichen Entenküken das Leben gerettet die der Wels sonst gefressen hätte. Aber was sind eigentlich "35 Kilogramm Kilogramm"?

Oh, diese doppelte Betonung ist wirklich unnötig ;) Danke für den Hinweis!

... weil er Hunger hatte. Das soll ok sein. Ebenso müsste es gut und richtig sein, wenn der Mensch Hunger hat und Getreide und Gemüse ihrer Wurzeln beraubt und (fr-)isst. Die armen Pflanzen, für die setzt sich kein Mensch ein. Sogar Blumen werden beschnitten und in Vasen künstlich am Leben erhalten. Ob dies artgerechte Haltung ist?