Betrüger in Anklam aktiv:

Autokäufer zahlt mit Falschgeld

Das böse Erwachen kam in der Bank: Die 800 Euro, die eine Anklamerin von einem netten Autokäufer für ihren alten Kombi bekommen hatte, waren Falschgeld.

Falsche Fünfziger sind die häufigsten Blüten. Jetzt tauchten in Anklam auch falsche 200-Euro-Scheine auf.
Jens Büttner Falsche Fünfziger sind die häufigsten Blüten. Jetzt tauchten in Anklam auch falsche 200-Euro-Scheine auf.

13 Jahre hatte der Kombi einer Anklamerin unter den Reifen, dann wollte sie das schon altersschwache Auto loswerden. Sie wählte die Nummer auf einem der Kärtchen, die Kaufinteressenten an ihrem Wagen hinterlassen hatten. Der Mann am anderen Ende bot 800 Euro, die Anklamerin ging darauf ein – ein Fehler, wie sich schnell herausstellte. Denn der Autokäufer, der aus Estland oder Polen stammen soll, fuhr nicht nur mit dem Auto von dannen. Bezahlt hatte er den Wagen mit vier 200-Euro-Scheinen, die sich zwei Tage später in der Anklamer Sparkassenfiliale als „Blüten“ erwiesen.

Derart dreiste Auto-Abzocker hat man bei der Polizei in der Region noch nicht erlebt. Axel Falkenberg, Sprecher der Anklamer Polizeiinspektion (PI), kann sich jedenfalls an keinen ähnlichen Fall erinnern. Allerdings hat er für die gelinkte Autoverkäuferin keine guten Nachrichten. Da es lediglich vage Hinweise auf die Person des Autokäufers gibt, seien die Chancen gering, die Autoabzocker zur Verantwortung zu ziehen.