Wegen Degradierung der Gerichte:

Anklam lädt Justizministerin vor

Rund ein halbes Jahr ist es her, als die Anklamer ihr Amtsgericht symbolisch zu Grabe trugen. Jetzt soll Justizministerin Uta-Maria Kuder zu Besuch kommen und schauen, wie das so ist ohne richtiges Gericht.

Justizministerin Uta-Maria Kuder soll sich in Anklam ein Bild von den Auswirkungen ihrer Gerichtsstrukturreform machen.
Matthias Balk Justizministerin Uta-Maria Kuder soll sich in Anklam ein Bild von den Auswirkungen ihrer Gerichtsstrukturreform machen.

Gerichtsreform, Gerichtsprotest - und all das nimmt kein Ende. Das Volksbegehren war erfolgreich, jetzt könnte der Volksentscheid kommen. Die Gegner der Gerichtsstrukturreform müssten dafür mehr als 400.000 Bürger aus M-V an die Urne bringen.

Das bedeutet auch für die Anklamer Protestgruppe jede Menge Arbeit. Und indirekt hoffen sie auf eine werbewirksame Figur: Justizministerin Uta-Maria Kuder. Jene CDU-Ministerin also, die die Gerichtsreform überhaupt zu verantworten hat - die Totengräberin der regionalen Gerichtsbarkeit quasi.

Einladung für die Ministerin

Die Reformgegner wollen Ministerin Kuder in die ehemalige Kreis- und mittlerweile auch Gerichtsstadt Anklam einladen. Ein halbes Jahr nach der Degradierung des Anklamer Amtsgerichtes zur Pasewalker Zweigstelle soll sich die CDU-Frau ein Bild vor Ort machen.

Doch ob Kuder dieser Einladung wirklich folgt? Die Protestgruppe um Bürgermeister Michael Galander (Initiativen für Anklam) richte sich da natürlich ganz nach dem Terminplan der Ministerin, ließ Galander schon wissen.

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