Zweifelhafter Ruhm:

Anklam steht im Schwarzbuch der Steuerzahler

Der Stadt Anklam wird eine zweifelhafte Ehre zuteil: Die Kreuzung am Bahnhof hat es ins diesjährige Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft. Der wittert dort einen Fall von Steuergeld-Verbrennung.

Die Verkehrsführung auf der Kreuzung war vor wenigen Jahren für rund 40000 Euro geändert worden - soll nun aber noch einmal geändert werden.
NK-Archiv Die Verkehrsführung auf der Kreuzung war vor wenigen Jahren für rund 40000 Euro geändert worden - soll nun aber noch einmal geändert werden.

Auf den ersten Blick klingt es gar nicht schlecht: Anklam ist mal wieder in den Schlagzeilen - und es geht nicht um Nazis. Aber leider geht es eben auch nicht um schöne Natur oder die Lilienthals, sondern um Steuerverschwendung.

Die wittert kein geringerer als der Bund der Steuerzahler, der die Stadt mit einem Eintrag in seinem diesjährigen Schwarzbuch bedacht hat. Hintergrund ist der langjährige Streit um die Kreuzung im Bereich Pasewalker Straße / Bahnhofstraße / Bluthsluster Straße, der vor einigen Jahren zunächst darin mündete, dass der Kreuzungsbereich für gut 40000 Euro umgestaltet wurde.

Aus Kreuzung werden Kreisverkehre

Seitdem knickt die Vorfahrt von der Pasewalker Straße in die Bahnhofstraße ab. Gedacht war diese Regelung vor allem dazu, den Schwerverkehr zum Hafen zuverlässiger von der Innenstadt fernzuhalten. Die Regelung hatte allerdings für viel Kritik von Autofahrern geführt, weil diese die abknickende Vorfahrt an der Kreuzung nicht erwarteten. Besonders im ersten Jahr nach der Umstellung hatte es auch viele Unfälle gegeben.

Daher viel im vorigen Jahr die Entscheidung, dass die Kreuzung nochmals umgebaut wird. Sie soll künftig aus zwei miteinander verknüpften Kreisverkehren bestehen.

Der Bund der Steuerzahler findet: Mit rechtzeitigem Nachdenken hätte das Geld für den Kreuzungsumbau gespart werden können. Diese Meinung war in den vergangenen Jahren durchaus auch in Anklam zu hören. Insbesondere die CDU-Fraktion in der Stadtvertretung hatte sich dahingehend geäußert.

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