Stadtvertreter lassen Bombe platzen:

Anklam traut sich und sagt Ja zum Ikareum

Es ist ein Mammutprojekt, von vielen belächelt, von anderen für sehr mutig befunden: Das Ikareum in Anklam. Rund 24 Millionen Euro kostet das Projekt, das mehr als nur ein Museum sein soll. Die Stadtvertreter haben jetzt Ja gesagt zu dieser Investition in die Zukunft - müssen aber eine bittere Pille schlucken.

Ein gläserner Aufzug, ein Glasaustritt in 80 Metern Höhe - das werden die Markenzeichen des Ikareums in Anklam sein.
Planungsbüro (Zeichnung) Ein gläserner Aufzug, ein Glasaustritt in 80 Metern Höhe - das werden die Markenzeichen des Ikareums in Anklam sein.

Von 20 Anklamer Stadtvertretern sagten 14 Ja zum Ikareum, vier enthielten sich der Stimme und nur zwei waren dagegen. Ein Mammutprojekt, das viel Mut verlangt. Mut dazu, rund 24 Millionen Euro in eine Vision zu investieren, von der niemand weiß, ob sie funktioniert. Und das alles angesichts eines über sieben Millionen Euro großen Schuldenbergs, den die Stadt zu schultern hat.

Ein solides und gut durchdachtes Konzept

Kein Wunder, dass die Politiker sich anfangs schwer taten mit der Entscheidung. Was Befürworter und Gegner allerdings durchweg zugaben, war die Feststellung: Es ist ein solides und gut durchdachtes Konzept. Wirtschaftsprüfer hatten es genau unter die Lupe genommen und klar gemacht: Soll das Projekt gelingen, dann müssen mindestens 60.000 Besucher im Jahr in das Ikareum gelockt werden. "Und das funktioniert nur, wenn es gelingt, Usedom-Besucher von der Insel an die Peene für einen Ausflug zu locken", fasste der SPD-Mann Uwe Schultz kurz zusammen.

Dazu gehöre es, dass mehr als nur ein reines Museum geboten werde. Und genau das haben die Planer vor: Ein "Lilienthal-Flight-Museum" mit zahlreichen Attraktionen soll es werden.

Verkauf von Flächen

Um das Geld für diese Vision zu bekommen, mussten die Politiker erneut einen dicken Brocken schlucken: Der Verkauf von Vermögen. Vor allem Wald, Acker und Wiesen wecken die Begehrlichkeiten der Käufer. Genau das wollen viele Abgeordnete, vor allem aus den Reihen der CDU, nicht. Sie versuchten, mit einem Kompromiss das aus ihrer Sicht Schlimmste zu verhindern und genau festlegen zu lassen, welche Flächen verkauft werden sollen. Doch damit scheiterten sie. Der Grundsatzbeschluss wurde ohne ihre Stimmen gefasst.

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Kommentare (1)

60000 besucher im jahr damit es sich rechnet? niemals. dann müssten also jeden tag rund 165 besucher kommen und das an 365 tagen im jahr. ich sage es nochmal...NIEMALS. da haben wahrscheinlich ganz schlaue stadtvertreter agiert mit guten verbindungen zu den auftragnehmern dieses millionengrabes. für dieselbe summe könnte man in anklam alle straßen reparieren und radwege neu anlegen. so hätten alle was davon.