Jubiläums-Fazit:

Anklam überzieht Fest-Budget um gut 50.000 Euro

Kommt nach der Fete der Kater? Für die rauschenden Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum wird jetzt den Anklamern die Rechnung präsentiert.  Und die ist happig.

Was haben die Anklamer und ihre Gäste getanzt und gefeiert. Die Jubiläumsfeier war ein Riesenerfolg. Doch wie bei jedem großen Fest: Irgendwann kommt die Rechnung. Die fiel deutlich höher aus als gedacht.
Gabriel Kords/Montage: F.Woytaszak Was haben die Anklamer und ihre Gäste getanzt und gefeiert. Die Jubiläumsfeier war ein Riesenerfolg. Doch wie bei jedem großen Fest: Irgendwann kommt die Rechnung. Die fiel deutlich höher aus als gedacht.

Wer erinnert sich nicht gern an die rauschende Feierlichkeiten zum Anklamer Stadtjubiläum? Vor allem das Festwochenende im August ist sicher allen noch in bester Erinnerung. Damit hat sich Anklam weit über die Grenzen der Stadt einen guten Namen gemacht.

Doch wer die Kapelle bestellt, muss sie auch bezahlen! Gerade davon hatte sich Bernd Wieczorkowski (CDU), Chef des Anklamer Finanzausschusses, leiten lassen, als er die Stadtverwaltung um eine vorläufige Finanz-Abrechnung für das Jubiläumsjahr bat. Als sich Bürgermeister Michael Galander zum Vortrag anmeldete, schwante Wieczorkowski schon nichts Gutes. Er wurde in seinen Vorahnungen bestätigt: Nach vorläufigem Stand wird die Jubiläumsfeier gut 50 000 Euro teurer als vorgesehen. Die Stadt rechnete mit Kosten in Höhe von 188.000 Euro.  

Muss man daraus schließen, dass die städtische Party-Vorbereitungsbrigade um Beatrix Wittmann-Stifft versagt hat? Bei 50 000 Euro Mehrkosten könnte man leicht darauf schließen, doch die detaillierte Kostenaufrechnung aus dem Rathaus spricht eine andere Sprache. „Aufgrund der Vorgaben durch das Festkomitee und des Haushalts haben wir eine Kalkulation erarbeitet, die auch lange Zeit real erschien“, erklärt Wittmann Stifft. Doch erst wenige Wochen vor dem Festwochenende geriet die Planung in Schieflage, da konnte man im Rathaus nicht mehr lange überlegen, sondern musste kurzfristig reagieren. Bürgermeister Galander habe die Parole ausgegeben, trotz der sich andeutenden Kostensteigerung das Fest nicht zu gefährden. Dazu steht der Bürgermeister auch heute noch: „Dieses Jubiläumsjahr war jeden Cent wert, und das trifft auch auf das Geld zu, dass wir nun zusätzlich ausgeben müssen“, sagt Michael Galander.

Bleibt die Frage, woher das zusätzlich benötigte Geld kommt. Das will die Stadtverwaltung aus nicht benötigten Mitteln aus allen Fachämtern kompensieren. „Und diese Mehrausgaben werden nicht zu Lasten der Vereine, Schulen oder freiwilliger Leistungen gehen“, verspricht Bürgermeister Michael Galander.

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