Über Internet angekündigt:

Anklam will keine rechte Mahnwache

Im Internet kursiert eine Einladung zu einer fremdenfeindlichen Mahnwache in Anklam. Diese soll am 13. Oktober um 18 Uhr am Neuen Markt stattfinden. Doch die Rechten haben mit Gegenwehr zu rechnen, ist sich Bürgermeister Michael Galander sicher.

Wie zuletzt in Demmin will sich auch in Anklam das Bündnis "Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt" gemeinsam mit anderen demokratischen Akteuren den Rechten entgegenstellen.
Georg Wagner Wie zuletzt in Demmin will sich auch in Anklam das Bündnis "Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt" gemeinsam mit anderen demokratischen Akteuren den Rechten entgegenstellen.

Anders als andere Städte im Bundesland blieb Anklam in der letzten Zeit von rechten Demonstrationen verschont. Doch schenkt man einem Aufruf Glauben, der derzeit im Internet kursiert, dann wird das nicht mehr lange so bleiben. Mit diesem Aufruf wird nämlich zu einer Mahnwache unter dem Motto „Asylanten in Anklam? Nein Danke! Wehret den Anfängen“ eingeladen. Diese soll am 13. Oktober am Neuen Markt in Anklam stattfinden.

Angaben des Ordnungsamtes zufolge liegt noch keine Anmeldung für eine solche Veranstaltung vor. Dennoch sind Polizei, Kreis und Stadt über das Vorhaben der Rechten informiert und bereiten sich dementsprechend darauf vor.

Bürgermeister in Kontakt mit den Fraktionen

„Die Netzwerke, die uns zur Verfügung stehen, darunter die Fraktionen und das Bündnis „Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt“, überlegen gemeinsam, wie darauf zu antworten ist“, sagt Anklams Bürgermeister Michael Galander. 

Das Motto der Veranstaltung ist gleichzeitig der Name einer Gruppe, die im sozialen Netzwerk Facebook aktiv ist. Anfang April gegründet, hat die Gruppe mittlerweile über 500 Mitglieder. In der Gruppe zeigt sich Peter Breitsprecher für die Bekanntmachung der Mahnwache verantwortlich. Breitsprecher kandidierte 2014 als NPD-Bewerber für einen Sitz in der Gemeindevertretung in Krien.

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