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Anklamer Kinderstation steht wohl vor dem Aus

Am Aus der Anklamer Kinderklinik in ihrer derzeitigen Form gibt es wohl nichts mehr zu rütteln. Das machte das zuständige Greifswalder Uni-Klinikum deutlich. Aus dessen Sicht sind allerdings auch die Patienten schuld.

Das Aus der Anklamer Kinderstation steht wohl fest. Zu unwirtschaftlich sei sie.
Archiv Das Aus der Anklamer Kinderstation steht wohl fest. Zu unwirtschaftlich sei sie.

Die Anklamer Kinderstation steht wohl in ihrer derzeitigen Form vor dem Aus. Thorsten Wygold, ärztlicher Vorstand des Greifswalder Uni-Klinikums, das für die Anklamer Kinderklinik zuständig ist, machte daraus kein Geheimnis.

Die Entscheidung, die Anklamer Kinderklinik zur Disposition zu stellen, dürfte mit der wirtschaftlichen Lage zusammenhängen. Wygold machte beim Neujahrsempfang der Klinik am Donnerstag erneut keinen Hehl daraus, dass er deren Fortbetrieb für unwirtschaftlich hält. Heißt im Klartext: Für die Kinderstation gibt es aus Greifswalder Sicht allenfalls noch eine Gnadenfrist.

Viele gehen gleich nach Greifswald

Das liege auch an den Patienten selbst, sagt Wygold: „Wer ein komplexeres Krankheitsbild hat, geht schon jetzt direkt nach Greifswald und kommt gar nicht mehr nach Anklam.“ Die Konsequenz: In Anklam würden nur die weniger komplizierten Krankheiten behandelt – das sei aber angesichts geringer Fallzahlen nicht wirtschaftlich.

Man rede nun mit der Ameos-Klinik und der Politik, wie die Zukunft aussehen könne.

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Kommentare (1)

Die Universitätsmedizin Greifswald hat dazu auf ihrer Webseite eine sogenannte "Richtigstellung" verbreitet, die sich auf den Hintergrund-Artikel in unserer Print-Ausgabe bezieht: http://www2.medizin.uni-greifswald.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&g=0&t=1424611214&hash=6032420d796ac26b2563225383748380ca87f823&file=fileadmin/user_upload/presse/2015/medieninformation_12_20022015.pdf Der Nordkurier berichtet in der Tat seit Längerem über die Diskussionen zur Zukunft der Anklamer Kinderstation, weil dies für die Menschen in der Region ein wichtiges Thema ist. Durch die Reaktion der Uni-Klinik Greifswald entsteht bei mir der Eindruck, dass die Verantwortlichen kein großes Interesse daran haben, diese wichtigen Diskussionen öffentlich und transparent zu führen, sondern lieber in Hinterzimmern. Folgt man dieser Logik, hat die Bevölkerung am Ende den Beschluss "von oben" schlichtweg hinzunehmen. Wir verfolgen den Prozess, an dessen Ende hoffentlich kein Nachteil für die Anklamer entsteht, weiterhin kritisch und unabhängig. Simon Kaatz, Redaktion Nordkurier