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Lauben-Schreck stolpert über Anfängerfehler

Einen Monat haben die Kriminalisten nach den Lauben-Einbrechern gefahndet. Jetzt ging den Polizisten in Anklam einer der Täter ins Netz - wegen eines Anfängerfehlers.

Lauben-Ärger ohne Ende: Nach den Serieneinbrüchen brannte es letzte Woche auch noch in einer Anklamer Laube.
Oliver Wunder Lauben-Ärger ohne Ende: Nach den Serieneinbrüchen brannte es letzte Woche auch noch in einer Anklamer Laube.

Marco P. (Name geändert) muss sich wohl sehr sicher gewesen sein, dass ihn niemand beobachtet hat, als er zwischen dem 18. und dem 20. November in insgesamt rund 25 Gartenlauben in der Anklamer Südstadt einbrach. Denn der Grund, weshalb er jetzt zwei zivilen Polizeibeamten ins Netz ging, ist wirklich selten dämlich: Er trug genau dieselben Klamotten wie in der Nacht, als er in die Lauben eingestiegen war. Oder zumindest in jene Laube, in der ein vorausschauender Kleingärtner eine Überwachungskamera installiert hatte.

Denn nach dem Einbruch übergab der Mann der Polizei eine DVD mit dem Video aus der Nacht. Ein seltener Glücksfall für die Beamten, zumal "das Video beinahe HD-Qualität hatte", wie ein Polizeibeamter dem Nordkurier schildert: "Das Material, das wir aus Überwachungskameras in Verkaufsräumen oder an Geldautomaten bekommen, ist in der Regel viel schlechter."

Die Beamten werteten das Video aus, auf dem die Kleidung und selbst das Gesicht des jungen Mannes deutlich erkennbar sein soll. Doch dann waren die Kriminalisten mit ihrem Latein offenbar ziemlich schnell wieder am Ende. Denn der mutmaßliche Täter ging ihnen jetzt eher durch einen Zufall ins Netz. Der 23-Jährige lief in der Demminer Straße zwei Polizisten in Zivil geradezu in die Arme - und die erkannten seine Kleidung, die sie zuvor schon auf dem Video gesehen hatten.