Warnstreik für höhere Löhne:

Anklamer Zuckerfabrik wird bestreikt

In Anklam wird sich am Montag ein schon länger schwelender Arbeitskampf bei der Zuckerfabrik Bahn brechen: Die Arbeiter beteiligen sich an einem Warnstreik, der die Forderung nach höhere Löhnen unterstreichen soll.

So sah es aus, als die Anklamer Zuckerkocher im Jahr 2014 in den Arbeitskampf zogen.
NK-Archiv So sah es aus, als die Anklamer Zuckerkocher im Jahr 2014 in den Arbeitskampf zogen.

Mitarbeiter der Zuckerfabrik Anklam wollen sich an diesem Montag an einem Warnstreik für höhere Einkommen in der deutschen Zuckerindustrie beteiligen. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Freitag mitteilte, will sie vor der vierten Verhandlung für die rund 5000 Beschäftigten der Branche am 30. Juni in Hannover mit Warnstreiks und Demonstrationen Druck aufbauen. Die NGG fordert angesichts steigender Zuckerpreise aufgrund einer Verknappung in der EU eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent für 12 Monate. Die Arbeitgeber bieten lediglich 2,8 Prozent mehr Lohn für zwei Jahre.

Beschäftigte der einzigen Zuckerfabrik Mecklenburg-Vorpommerns, die zur niederländischen Suiker Unie gehört, wollen am Montagvormittag vor den Betriebstoren ihren Unmut deutlich machen, kündigte der Geschäftsführer der NGG Region Mecklenburg-Vorpommern, Jörg Dahms, an. Nach seiner Darstellung werden die Arbeitnehmer von der Einkommensentwicklung abgekoppelt. Wenn die Arbeitgeber nicht einlenken wollen, könnten die „Gespräche vor den Werkstoren“ auch noch geführt werden, wenn die Rüben auf dem Hof liegen und die Verarbeitungskampagne starten soll, sagte Dahms.

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