Spaß im Sommer:

Anklams Kinder können auf Badeanstalt hoffen

Die Peene fließt mitten durch Anklam. Ein Pfund, mit dem viele Städte wuchern: Schwimmbad, Dampferanlegestelle, Ausflugslokale am Fluss. Früher gab es all das auch in Anklam, doch seit Jahrzehnten ist es damit vorbei. Aber zumindest für die Kinder soll es bald wieder eine Badestelle geben.

Bis 2004 konnten die Anklamer noch Badespaß im Kiessee Wusseken genießen. Doch die Badestelle ist auf Finanzgründen geschlossen worden.
Veronika Müller Bis 2004 konnten die Anklamer noch Badespaß im Kiessee Wusseken genießen. Doch die Badestelle ist auf Finanzgründen geschlossen worden.

Badende Kinder sind in Anklam höchstens im Marktbrunnen zu beobachten. Eine Freiluft-Badeanstalt gibt es nicht. Dabei hat Anklam, was viele andere Städte nicht haben: einen Fluss. Aber da dieser eine Bundeswasserstraße ist, darf darin nicht gebadet werden. Dabei gab es das schon einmal. Einstige DDR-Kinder können sich noch gut daran erinnern, wie sie sich am Entensteig in die Fluten stürzten. Seit Mitte der 80er-Jahre ist das aber vorbei! Seitdem müssen die Peenestädter aufs Land zum Baden fahren oder gleich auf die Insel Usedom.

Flussbad soll zu Fuß erreichbar sein

Ein Zustand, der bald ein Ende haben könnte. Die Stadt plant – zumindest für die Kinder – ein Flussbad einzurichten. „Wenn die Umgehungsstraße fertig ist, wollen wir prüfen, wo sich ein entsprechender Platz findet“, sagt Bauamtschefin Sylvia Thurow. Und dieser soll, so wollen es die Planer, möglichst in der Innenstadt liegen. „Die Stelle muss zu Fuß erreichbar sein. Alles andere hat keinen Zweck.“ Und wenn alles geklärt ist, soll es so schnell wie möglich losgehen.

Bis dahin gibt es noch einige Hürden zu überwinden. Eine davon ist der Streit ums liebe Geld. Denn einfach eine Bucht am Ufer der Peene auszuheben, reicht nicht. Ein zur „Wasserstraße“ abgetrenntes Becken muss es sein. Das verlangt die Schiffssicherheit.

Kleines Planschbecken für Kinder

Da weder rund 1,2 Millionen Euro für das Projekt da waren, noch die zuständige Wasserbehörde mitzog, wurde alles auf Eis gelegt und weiter die auswärtigen Badestellen wie der Kiessee in Wusseken genutzt. Doch damit ist es seit etwa zehn Jahren vorbei. Die Gemeinde Sarnow konnte die Kosten allein nicht mehr aufbringen und Anklam schlug eine Beteiligung aus. Die Konsequenz: Schluss mit Baden im Kiessee – zumindest offiziell.

Jetzt also die neuen Pläne. Keine große Badeanstalt für Millionen, aber ein kleines Planschbecken für die Kinder. Doch da gibt es Skeptiker wie den CDU-Stadtvertreter Bernd Kohn: „Wir haben ja den Pelsiner See. Andere Kommunen wären glücklich über so eine Möglichkeit. Nur die Anklamer nutzen sie nicht.“ Er findet, dass in der Stadt keine neue Badeanstalt gebaut werden muss. Seiner Meinung nach sollte sich die Verwaltung um den Pelsiner See kümmern. Der sei perfekt für die Anklamer Wasserfrösche. „Die Zufahrt und das Drumherum in Ordnung bringen, fertig.“

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Kommentare (1)

Ja, leider hat der Autor so recht... Anklam die Peenestadt, keine Badeanstalt - nicht mal ein kleines Lokal am Wasser. Bis vor einigen Jahren gabs noch die Gaststätte am Bollwerk. Dort haben meine Frau und ich gern einen Kaffee getrunken, Eis gegessen und aufs Wasser geschaut. Irgendwann verschwand dieses Kleinod - leider-...