Fahrradfahren von Anklam nach Görke:

Anklams Radweg-Pläne kommen nicht überall an

Für einen Radweg zwischen Anklam und Görke kämpfen viele Vorpommern seit Jahren. Die Stadt Anklam will nun den Anfang machen, doch der geplante Weg verläuft nicht entlang der Bundesstraße, sondern durch die Peenewiesen. Das ruft Kritiker auf den Plan.

Fahrrad-Demo für einen Radweg durchs Peenetal: Doch der sollte auf jeden Fall entlang der B 110 verlaufen, meinen Bürger und Bürgermeister aus den Dörfern.
Foto: Archiv Fahrrad-Demo für einen Radweg durchs Peenetal: Doch der sollte auf jeden Fall entlang der B 110 verlaufen, meinen Bürger und Bürgermeister aus den Dörfern.

Ein Radweg bis kurz vor Görke, das ist nur einer von vielen Bauplänen der Stadt Anklam in diesem Jahr. Doch über den Fördermittelantrag ist noch gar nicht entschieden, da wird bereits Kritik laut. „Der neue Weg macht für Görker keinen Sinn“, sagt Erwin Hanke. Vieler seiner Nachbarn sehen das genauso, sagt der Görker. Sie befürworten stattdessen einen begleitenden Radweg an der Bundesstraße 110, um aus ihrem Heimatdorf auf dem schnellsten Weg nach Anklam zu gelangen.

Durch die Peenewiesen, die auch jetzt schon durch den Wanderweg erschlossen sind, werden die wenigstens unterwegs sein, meint Hanke. „Viele Frauen werden Angst haben, den Radweg allein durch die Wiesen zu nutzen“, prophezeit er.  Bislang gibt es für Radfahrer und Fußgänger nur die gefährliche Route über die Bundesstraße.

Stolpes Bürgermeister findet Radwegpläne fürchterlich

Katharina Häusler vom Anklamer Bauamt kann den Wunsch nach einem Radweg entlang der B110 zwar verstehen, doch mehr als den Radweg entlang der „grünen Wiese“ könne die Stadt Anklam eben nicht leisten. Wann der Radweg wirklich kommt, ist derzeit noch ungewiss. Die Unterlagen seien alle eingereicht, jetzt liegt es an Schwerin, über eine Förderung zu entscheiden.

Den Vorstoß der Stadt Anklam will Stolpes Bürgermeister Marcel Falk gar nicht per se schlecht reden. Doch der Vorsitzende der Initiative Vorpommersche Dorfstraße, der seit Jahren für einen Radweg entlang der Bundesstraße 110 kämpft, findet dann doch deutliche Worte: „Ich persönlich finde das Vorhaben fürchterlich. Das ist nicht im Sinne der Gemeinden“, sagt Falk.  Aus seiner Sicht gehöre ein Radweg begleitend an die Straße. Der Weg durch die Wiesen ist und bleibt für ihn ein Wanderweg.  Als sicherer Verbindungsweg zwischen den Orten sei der Weg ungeeignet: „Allein lässt dort niemand seine Kinder entlangfahren.“

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