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Auf die Autofahrer kommt was zu

VonVeronika MüllerAutofahrer müssen jetzt stark sein: Die Keilstraße wird bis zur Ampelkreuzung Ostseestraße komplett dicht gemacht – allerdings erstab ...

Ab September wird in der Anklamer Keilstraße gebaut. Dann bleibt diese Verkehrsader bis zur Ostseestraßenkreuzung bis zum Jahresende gesperrt. [KT_CREDIT] FOTO: Veronika Müller

VonVeronika Müller

Autofahrer müssen jetzt stark sein: Die Keilstraße wird bis zur Ampelkreuzung Ostseestraße komplett dicht gemacht – allerdings erst
ab Anfang September.
Die gröbsten Sanierungs- arbeiten sollen bis Ende Dezember erledigt sein.

Anklam.Es wird ernst. Die
bereits seit Langem geplante Sanierung der Keilstraße nimmt Gestalt an. „Die Bauarbeiten sollen Anfang September beginnen“, sagte gestern Bürgermeister Michael Galander (IfA). Es sind zwar „nur“ 270 Meter, die von den Bauarbeitern aufgerissen werden, diese aber haben große Wirkung: Der komplette Bereich bis zur Ampelkreuzung muss während der Bauphase für den Verkehr gesperrt werden. „Aber wir sind sehr ehrgeizig und hoffen, dass wir bis zum 20. Dezember wenigstens soweit vorangekommen sind, um die Innenstadtzufahrt wieder für den Verkehr freigeben zu können“, hofft Galander.
Auch wenn zu diesem Zeitpunkt sicher noch nicht alle Arbeiten erledigt sein werden, so soll wenigstens auf der asphaltierten Tragschicht eine Fahrbahn möglich sein. Galander: „Vorausgesetzt uns spielt der Winter nicht erneut so übel mit, wie bei der Baustraße, wo wir ja fast vier Monate nicht vorangekommen sind, weil Frost und Schnee die Arbeiten zeitweise komplett lahmgelegt haben.“
Doch für die Autofahrer kommt es im nächsten Jahr noch dicker, denn es drohen weitere Verkehrsbehinderungen. Die Ampelkreuzung an der Ostseestraße ist als nächstes dran. Was nichts anderes heißt: Kein direkter Durchgang aus und in Richtung Greifswald oder Demmin in die Innenstadt. Aber auch dort droht neues Übel für
die Fahrzeuglenker. Mit dem Abriss und dem Neubau des
Eckbaus an der Marktostseite wird der Straßenbereich vor dem Center sowie die Peen-straße zwischen Nikolaikirche und Steinstraße fällig.
In diesem Zusammenhang verschwindet auch die Ampelkreuzung. Alles in allem: Ein riesiges Straßenbauprojekt, das nicht nur Stadtplaner und Baufirmen, sondern auch die Autofahrer ordentlich in Schach halten wird. Ruhig wird es Galanders Schätzungen zufolge wohl erst in etwa zwei Jahren. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn nach Fertigstellung aller Straßenbaumaßnahmen wird es ein Tempo-
limit zwischen Kreisel Ost-seestraße und Neuem Markt geben. Mehr als 30 Kilometer pro Stunde sollen dann nicht mehr gefahren werden dürfen. Im Centerbereich sogar nur noch 7 km/h. Verkehrs-
beruhigung nennt das der Rathaus-Chef, der offen-
sichtlich damit auch eine zweite Idee forcieren möchte: Mehr Leben auf dem Marktplatz.
„Ich hätte nichts dagegen, wenn noch mehr Gaststätten ihre Sommertische und Sonnenschirme auf dem Markt platzieren“, schmunzelt Galander. Und dieses Hin und Her zwischen Center und Markt sei mit rasantem Autoverkehr nun wirklich nicht vereinbar.