Nächtlicher Crash auf der B 110:

Autofahrerin fällt Unfall mit Lastwagen zum Opfer

Schrecklicher Start in den 3. Oktober: Kurz vor Mitternacht starb eine Autofahrerin nach einem schweren Zusammenstoß mit einem Lkw auf der B 110 direkt an der Grenze zwischen unserem Landkreis und der Mecklenburgischen Seenplatte.

Für die Fahrerin dieses Autos kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch an der Unfallstelle.
Stefan Hoeft Für die Fahrerin dieses Autos kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch an der Unfallstelle.

Auf der Bundesstraße zwischen Jarmen und Demmin wird es häufig eng, wenn im Gegenverkehr ein Lkw naht, Kilometer lange Schutzplanken und dicke Alleebäume schränken den Spielraum zur Seite zusätzlich ein – gefühlt und tatsächlich. Warum der Platz am Mittwochabend gegen 23.30 Uhr nicht für beide reichte, müssen noch die Ermittlungen und Gutachter klären. Fest steht jedoch, dass zu dieser Zeit eine aus Demmin kommende Frau (39) mit einem für ein Tutower Unternehmen fahrenden Laster kollidierte. Zwischen dem Großsteingrab bei Heidekrug und der Abfahrt Marienfelde geriet ihr Mitsubishi mit der Fahrerfront unter die linke Hälfte des Brummi-Führerhauses.

Der Kleinwagen riss zwar erhebliche Teile aus der Verkleidung und dem Unterbau des Vierzig-Tonners heraus, doch gegen diese große Masse hatte er keine Chance. Seine eigene Seite wurde bei dem Crash zerfetzt, dann prallte das Auto ab und landete ein paar Meter weiter völlig demoliert im rechten Straßengraben. Als Rettungsdienst und Feuerwehr dort anrückten, kam jede Hilfe zu spät: Die Demminerin verstarb während oder unmittelbar nach dem Crash. Der Laster-Fahrer ist hingegen körperlich unverletzt davon gekommen.

Lkw mit Loch im Tank

Und so blieb den als erstes eingetroffenen Kameraden der Tutower Löschtruppe nur die traurige Aufgabe, mit ihrer Spezialtechnik das Opfer aus dem Wrack zu bergen. Zusammen mit den Kollegen der Jarmener Feuerwehr kümmerten sie sich zudem um die auslaufenden Betriebsstoffe, insbesondere am und um den Lkw herum. Denn der hatte beispielsweise ein Loch in seinem Tank.

Die Bundesstraße blieb an der Unfallstelle, die sich sozusagen fast genau auf der Kreisgrenze zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und Vorpommern-Greifswald befindet, bis in den gestrigen Morgen hinein gesperrt. Schließlich warteten Polizei und Feuerwehr noch die Untersuchung der Crash-Spezialisten von der Dekra ab. Außerdem galt es die Fahrbahn zu säubern und die vielen Einzelteile zu entfernen, darüber hinaus mussten das Autowrack und der fahruntüchtige Brummi geborgen beziehungsweise abgeschleppt werden.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (3)

Ich frage mich, ob man die Bilder eines total zerstörten Fahrzeugs in dem ein Mensch starb, öffentlich so präsentieren muss. Was denken Verwandte und Freunde beim Anblick dieser Bilder. Ihnen wird dadurch sicherlich nicht geholfen, also bedienen sie doch nur billigsten Voyeurismus.

Das Problem hierbei ist, dass man wohl ohne eine Bebilderung weniger Klicks generiert, der geneigte Leser möchte doch etwas zu sehen bekommen, seien es Autounfälle und ähnliche harten Geschehnisse oder seichte Nachrichten mit Katzenvideos u.ä.. Die möglichen "Klicker" von Artikeln generieren sich nicht nur durch trockene Symbolbildanschauer, der Schrecken der Situation hat leider seine eigene Attraktivität. Dass der Nordkurier da aufspringen muss ist wohl nicht zu ändern. Mit Hintergrundberichten ala Welt, Süddeutsche etc. darf man halt gerade in zusammengesparten Lokalredaktionen nicht rechnen.

schrieb ich Welt meinte ich Zeit...