Offener Brief der Bürgermeister hat ein Nachspiel:

Beleidigter Katharina ist der Anklamer Jahresempfang schnuppe

Den offenen Brief der Bürgermeister zur Gerichtsreform nahm die SPD-Landtagsabgeordnete Katharina Feike persönlich und sagte beleidigt den Anklamer Jahresempfang ab. Sie fühle sich diffamiert.

Katharina Feike, im Bild mit Erwin Sellering bei der Eröffnung ihres Anklamer Wahlkreisbüros, fühlt sich durch den offenen Brief der Bürgermeister zur Gerichtsreform beleidigt.
NK-Archiv Katharina Feike, im Bild mit Erwin Sellering bei der Eröffnung ihres Anklamer Wahlkreisbüros, fühlt sich durch den offenen Brief der Bürgermeister zur Gerichtsreform beleidigt.

Zum Anklamer Jahresempfang kamen sicher nicht alle, die sich vorher angemeldet hatten. Doch eine Dame machte ihre Absage recht deutlich: Landtagsabgeordnete Katharina Feike (SPD) blieb lieber zu Hause, als mit den Anklamern in der Nikolaikirche zu feiern. Und das obwohl Anklam ihr Wahlkreis ist. Grund: Feike war sauer wegen des offenen Briefes von fünf vorpommerschen Bürgermeistern zur Gerichtsreform. 

Die Verfasser schreiben darin, dass sie klare Äußerungen der Landtagsabgeordneten von CDU und SPD zum Erhalt der gegenwärtigen Amtsgerichtsstruktur verlangen. „Sie interessieren sich nur für eins: Einen Platz möglichst weit oben auf der Landesliste, um weiterhin auf Kosten des Steuerzahlers, dassind wir, alimentiert zu werden.“ Zudem werfen die Autoren Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) vor, radikale Strukturen zu fördern, „indem sie nun auch noch die Zahl der Amtsgerichte halbieren“. 

Über ihren Mitarbeiter ließ Feike Anklams Bürgermeister Galander wissen, dass sie ihre schon gemachte Zusage für die Teilnahme am Anklamer Stadtempfang zurückzieht und ließ ihn auch den Grund wissen. „Ich fühle mich durch diesen offenen  Brief persönlich diffamiert.“Wenige Tage nach dem Brief mit den Anklamer zu feiern, das ging der Usedomerin wohl gegen den Strich.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (2)

Hätte , hätte , Fahradkette ... Politikverdrossenheit, wer verursacht diese? Macht macht überheblich, blind und taub! Wem von der Koalition interessieren noch die Anliegen und Probleme der Bürger? Frau Feige muß sich nicht ärgern. Bald sind Wahlen und Unwissenheit soll ja bekanntlich nicht vor Strafe schützen. Und wieder muß ich Goethe zitieren: "Der Irrtum ist viel leichter zu erkennen, als die Wahrheit zu finden, jener liegt auf der Oberfläche, damit lässt sich wohl fertig werden, diese ruht in der Tiefe, danach zu forschen ist nicht jedermanns Sache."

Vielleicht ist die Frau eine Sternschnuppe :-)