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Betrüger inszenieren Polizeieinsatz

Betrugsmasche mit falschen Polizisten? Ein älteres Ehepaar fiel auf Gauner herein, die ihm vorgaukelten, in Lebensgefahr zu schweben. Helfen würde jedoch ein hübsches Sümmchen an die Polizei.

Falscher Sondereinsatz: Den Opfern wurde weiß gemacht, sie stünden unter dem Schutz von Spezialbeamten.
Boris Roessler Falscher Sondereinsatz: Den Opfern wurde weiß gemacht, sie stünden unter dem Schutz von Spezialbeamten.

Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit haben ein Paar aus Greifswald rund 17.000 Euro gekostet. Über zwei Wochen wurden die beiden von Betrügern unter Druck gesetzt. Am Mittwoch flog der Fall auf. Doch von den Tätern und dem Geld gibt es noch keine Spur.

Die Täter hatten sich am Telefon als Mitarbeiter der Kriminalpolizei ausgegeben. Bei ihrem ersten Anruf am 11. Juni warnten sie die beiden Senioren vor bewaffneten Einbrechern, die gerade auf dem Weg zu ihnen seien. Fenster und Türen sollten sie schnell verschließen. Panik machte sich bei dem 75-Jährigen und seiner 85-Jährigen Frau breit.

Durch ganz Vorpommern geschickt

Das reichte offenbar aus, um ihnen klar zu machen, dass die Polizei auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, damit die Schwerverbrecher gefasst werden können. Mehrfach überwies das paar vierstellige Beträge, wurde dabei zu verschiedenen Banken in Vorpommern geschickt. Angeblich damit ihre eigene Sicherheit gewährleistet sei. Die Täter verfügten offenbar über Ortskenntnisse und machten dem Paar weiß, sie würden beim Bankbesuch von Ermittlern geschützt. Es entstand wohl unweigerlich das Bild von schwer bewaffneten Einsatzkommandos.

Schließlich fielen die Transaktionen bei der Bank auf. Ein Mitarbeiter informierte am Mittwoch die Polizei.