Lag eine Verwechslung vor?:

Brandanschlag auf vermeintliche Flüchtlingsunterkunft

Unbekannte Täter haben auf der Insel Usedom einen Brandanschlag auf eine Unterkunft der Polizei verübt. Nun wird spekuliert: Haben die Täter das Gebäude mit einer Flüchtlingsunterkunft verwechselt?

Zum Glück wurde bei der Tat am frühen Donnerstagmorgen niemand verletzt.
Jan Woitas Zum Glück wurde bei der Tat am frühen Donnerstagmorgen niemand verletzt.

Am Donnerstag ist in den frühen Morgenstunden ein Brandanschlag auf die Bäderdienst-Unterkunft der Polizei in der Friedrich-Schiller-Straße in Ahlbeck verübt worden. Ersten polizeilichen Erkenntnissen zufolge wurde die Eingangstür mit einem Brandsatz beschädigt. Augenscheinlich handelte es sich dabei um eine Glasflasche, die mit Brandbeschleuniger gefüllt war. Der Brand an der Tür verursachte einen Schaden rund 1000 Euro. Eine sofortige Fahndung der Polizei blieb ergebnislos. Zum Tatzeitpunkt befanden sich keine Personen im Gebäude.

Das Objekt verfügt über 18 Zimmer und wird hauptsächlich zur Unterbringung von Bäderdienstbeamten und Unterstützungskräften der Landespolizei bei Einsätzen genutzt. Es ist möglich, dass die bisher unbekannten Täter das Gebäude mit jenem Objekt in Heringsdorf verwechselten, in das in dieser Woche 18 Flüchtlinge einziehen sollen. Die Bäderdienst-Unterkunft stand kurzfristig in der Diskussion, letztendlich entschied sich die Polizei jedoch gegen eine Unterbringung von Flüchtlingen.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizei Anklam hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 5582 2224 oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung