Schon wieder Probleme:

Busfahrer lässt Kinder nicht raus

Ein Busfahrer soll junge Schüler nicht an ihrer Haltestelle rausgelassen haben. Die Eltern sind sauer, der Busfahrer sieht die Sache etwas anders. Allerdings: In diesem Fall soll es nicht das erste Mal gewesen sein.

An dieser Haltestelle wollte Maurice Lück zusammen mit anderen Kindern aus Relzow eigentlich aussteigen – wie jeden Tag.
Anne-Marie Maaß An dieser Haltestelle wollte Maurice Lück zusammen mit anderen Kindern aus Relzow eigentlich aussteigen – wie jeden Tag.

Eigentlich wollte der 13-jährige Maurice Lück mit seinen Kumpels am Dienstag wie immer in seinem Heimatort Relzow aus dem Schulbus aussteigen. Doch der Busfahrer hielt nicht, obwohl sie den Stoppknopf gedrückt hatten, sagt der Junge. Erst an der nächsten Haltestelle konnte er den Bus verlassen – das war allerdings schon in Murchin. Mit dem Handy rief er deshalb seine Mutter an, die ihren Sohn und zwei andere Jungen aus dem Dorf von dort abholen musste. 

Laut seiner Mutter Sandra Lück sei dieser Vorfall nicht der erste gewesen. Bereits im vergangenen Jahr strandete Maurice mit anderen Kindern im Nachbarort – damals ohne Handy.

Busfahrer: Jungen haben zu spät Halteknopf gedrückt

Der Busfahrer solle den Jungen im aktuellen Fall noch gesagt haben, sie könnten ja auf der Rücktour auf ihn warten. Für Sandra Lück ist das frech.

Für Busfahrer Ronny Pasternak vom Busunternehmen Pasternak stellt sich der Fall etwas anders dar. Zwar tut ihm der Vorfall durchaus leid, allerdings hätten die Jungen nicht auf ihn gehört. „Sie haben erst gedrückt, als ich im Ort nicht mehr halten konnte“, sagt er. Anstatt die Kinder dann an der Bundesstraße doch noch rauszulassen, habe er sich deshalb für die Variante entschieden, die ihm am sichersten erschien. Demnach sollten die Kinder im Bus bleiben, bis er sie auf der Rücktour dann wieder sicher in Relzow hätten aussteigen lassen können.

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Kommentare (6)

also wie ich finde hat der Busfahrer genau richtig gehandelt.statt die kinder an der Bundesstrasse einfach rauszulassen und womöglich einer Gefahr auszusetzen,hätte er sie wie beschrieben auf dem Rückweg sicher an der Haltestelle wieder abgesetzt. Sicherheit geht nunmal vor und als Busfahrer hat man schon eine große Verantwortung seinen Fahrgästen gegenüber.Vielleicht sollten die Eltern das mal von dieser Seite sehen.Glaube hätte er sie an der stark befahrenen Bundesstrasse ausgesetzt,möchte ich nicht wissen was dann passiert wäre. Für mich hat der Busfahrer absolut richtig gehandelt!!!

... ihre Kinder zu erziehen, tun es andere, um sie zu schützen. Der Straßenverkehr ist kein Ponyhof. Es ist nicht zu viel verlangt, dass Kinder im Bus rechtzeitig den Halteknopf drücken. Immerhin war der Busfahrer nett und verantwortungsbewusst und hatte eine Alternative angeboten, die von den Kindern abgelehnt wurde. Frech wäre gewesen, wenn dem Busfahrer es egal ist, wie die Kinder nach Hause kämen.

Warum wird hier sofort dem Busfahrer geglaubt und die Kinder als Lügner hingestellt? Wenn sie sagen, dass sie rechtzeitig STOPP gedrückt haben, sollte man sich mal mit dem Fahrer unterhalten und nicht die Kinder als die dummen stehen lassen. Wie überheblich sich Busfahrer hin und wieder benehmen, kann man doch auch täglich 1. im Umgang mit den Fahrgästen und 2. im Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern erleben. Und nur weil er den selben Nachnamen trägt, wie der Busunternehmer, hat er sicher keine Narrenfreiheit! Wenn die Kinder nachweislich rechtzeitig gedrückt haben oder vorher schon an der Tür standen um auszusteigen, dann ist das rechtlich zweifelsfrei als Freiheitsberaubung anzusehen. Das Busunternehmen ist Dienstleister und hat sich auch so zu verhalten und steht als solches sicher NICHT über dem Kunden, denn der Kunde sagt dem Dienstleister was er zu tun hat und nicht umgekehrt.

Wie überheblich sich Kunden gegenüber Dienstleistern benehmen, lässt sich tagtäglich allerorts beobachten.

.. sollten ausserdem unbedingt auf Fortbildungen geschickt werden: http://www.der-postillon.com/2014/05/zu-nett-busfahrer-von-arbeitgeber-auf.html

Unter den Busfahrern sind auch wirklich keine Engel. Habe das am Dienstag auch erlebt. Da kam ein Busfahrer bei Alt Rhese mit einer solchen Geschwindigkeit um die Kurve entgegen, da flogen die Steine auf dem Sommerweg und auf der Rücktour das selbe noch mal. Als Radfahrer steht man da nur in der Staubwolke...... Der Bus war übrigens von den Müritzern...