Prozess:

Butzow: Bringen neue Zeugen mehr Klarheit?

Vor einem Jahr wurde in der Nähe von Anklam ein 59-Jähriger in seinem Haus erstochen. Der Hauptangeklagte bezichtigte vor Gericht die mitangeklagte Tochter des Opfers. Am Freitag sollen Zeugen in dem Mordprozess aussagen.  

Der Prozess gegen Max L. wegen einer tödlichen Messerattacke geht weiter.
             
Stefan Sauer Der Prozess gegen Max L. wegen einer tödlichen Messerattacke geht weiter.  

Butzow/Stralsund. Der Prozess um den gewaltsamen Tod eines 59-Jährigen aus Butzow bei Anklam wird am Freitag um 9 Uhr vor dem Landgericht Stralsund fortgesetzt. Das Gericht will eigenen Angaben zufolge sechs Zeugen hören. Angeklagt wegen Mordes ist ein 29-jähriger Mann. Die 24 Jahre alte Tochter des Opfers sitzt wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung auf der Anklagebank.

Der alleinlebende 59-Jährige war am Morgen des 1. Oktober 2012 von einer Pflegedienstmitarbeiterin tot in seinem Haus gefunden worden. Er war erstochen worden. Das Prozess sollte eigentlich schon vergangenen Monat enden, überraschenderweise brachte der Hauptangeklagte kurz vor Prozessende dann aber eine mögliche Mittäterschaft der Tochter des Opfers zur Sprache. Bis dahin hatte er sich auf Gedächtnislücken berufen und behauptet, sich an keinerlei Details vom Tathergang erinnern zu können.

Durch die überraschende Aussage des Angeklagten sah sich das Gericht gezwungen, noch einmal in die Zeugenvernehmung einzusteigen. Die Tochter bestreitet jede direkte Beteiligung an der Tat. Sie hatte angegeben, lediglich den Wagen gefahren zu sein. Sie selbst sei im Auto geblieben, als es zu dem tödlich Konflikt gekommen sei. Der mutmaßliche Haupttäter hatte dies lange bestätigt, bis er plötzlich anders aussagte.

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