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Das erste Haus soll etwas ganz Besonderes werden

Es ist nicht irgendein neues Haus – sondern das erste, das auf der Ostseite des Anklamer Marktes neu gebaut werden soll. Und es wird als Eckhaus zur ...

So sieht das Eckhaus an der Marktostseite im Masterplan aus, den das Architektenbüro erstellt hat, das seinerzeit den großen Wettbewerb zum Stadtumbau gewonnen hat. [KT_CREDIT] Entwurf: NPS tchoban voss

Es ist nicht irgendein neues Haus – sondern das erste, das auf der Ostseite des Anklamer Marktes neu gebaut werden soll. Und es wird als Eckhaus zur Steinstraße sowohl Einheimischen als auch Touristen immer besonders stark ins Auge fallen. Daher liegt der Grundstücks- und Wohnungswirtschafts GmbH Anklam (GWA) als Bauherrin, aber auch Stadtvertretern und Anklamern viel daran, dass es an der Marktost-seite zu einer attraktiven Premiere kommt. Keinesfalls soll dort ein Bunker aus Beton und Glas stehen. Ein klotziger erster Vorschlag hat daher schon vor Wochen für Widerspruch gesorgt, als der Entwurf seinerzeit bei einem Unternehmerstammtisch in der Hansestadt vorgestellt wurde. So hässlich soll Anklam nicht werden, waren sich seinerzeit viele einig.
Die Gestaltung des ersten Hauses in den beiden neuen Quartieren ist eine Gradwanderung, weiß auch GWA-Geschäftsführerin Susanne Bluhm. „Keiner will einen 08/15-Bau, sondern etwas Tolles“, sagt sie. Und für die GWA als Bauherr sei es außerdem wichtig, dass das Projekt bezahlbar bleibt. Beides zusammenzubringen, dürfte nicht einfach sein. Aber auch die Frage, wer das erste neue Haus zwischen Markt und Steintor plant, ist von Bedeutung: Immerhin kann man bei den Plänen für zwei neue Quartiere und einem völlig neuen Innenstadtbild durchaus von einem Jahrhundertprojekt sprechen. Wer da das erste Haus entwirft, setzt Maßstäbe. Und andere sind womöglich neidisch.

Planer aus der Umgebung sollen mitmachen
Statt den Planungsauftrag für das wichtige Eckhaus gleich an einen einzelnen Architekten zu vergeben, wünscht sich Susanne Bluhm daher einen kleinen Wettbewerb ohne Preisgeld, an dem verschiedene Büros teilnehmen. Dass mehrere Planer vorab Ideen für einen Neubau einreichen, habe man bereits beim Bau des Hauses Markt 6 praktiziert, erklärt die Geschäftsführerin. Angesprochen werden sollen nach ihren Worten hauptsächlich Architekten aus Anklam und Umgebung, aber natürlich auch das Architekturbüro aus Hamburg, das den großen Wettbewerb zur Umgestaltung der Innenstadt zwischen Markt und Steintor gewonnen hat. Von diesen Architekten stammt auch der Masterplan, sprich das Konzept für die Umsetzung.
Für das Eckhaus einen Wettbewerb zu organisieren und von einer Jury die besten Ideen für den Neubau auswählen zu lassen, ist auch bei Bürgermeister Michael Galander auf offene Ohren gestoßen, sagt Susanne Bluhm und hofft, dass es bald losgehen kann. Immerhin sollen im kommenden Jahr die Bauarbeiten für das Premieren-Haus beginnen.