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Das war "Wasted in Jarmen"

Ein Geburtstags-Chor aus Tausenden Kehlen, ein zugezeltetes Seeufer, Pferdekutschen voller Punks, ein Flitzer auf dem Fußballrasen und dazu Live-Musik mit politischen Botschaften bis in die Nacht. Dass es so etwas in der vorpommerschen Provinz gibt, ist das Werk von „Feine Sahne Fischfilet“. Hier die schönsten Bilder und ein Video.

Frontmann Jan Gorkow (links) und Bassist Kai Irrgang sind an der Peene Zuhause, sie stammen aus Jarmen und Loitz.
Stefan Hoeft Frontmann Jan Gorkow (links) und Bassist Kai Irrgang sind an der Peene Zuhause, sie stammen aus Jarmen und Loitz.

Die Punkband Feine Sahne Fischfilet hat am Wochenende bei ihrem zweiten Open-Air-Festival „Wasted in Jarmen“ mit deutlich mehr als 3000 Menschen die bisher wohl größte Musikveranstaltung im mittleren Peenetal aller Zeiten gefeiert.

Abgesehen vom einen Monat vorher ausverkauften Ticket-Kontingent ließ sich schon am Freitag erahnen, welche Magnetwirkung die vor einem Jahrzehnt als Schülerband gegründete Formation inzwischen weit über die Region hinaus entfaltet. Denn die zur Übernachtung empfohlene Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee füllte sich rasch mit Zelten und Schlafmobilen, am Ende glich das weitgestreckte Areal am Ufer trotz des eher herbstlichen Wetters einem Ostsee-Campingplatz in der Hochsaison.

Die Jungs von Feine Sahne Fischfilet haben dazu auch ein Video mit Luftaufnahmen veröffentlicht:

Als erste Bands kamen „Antispielismus“ zum Zuge, „Friedemann“ und „Stage Bottles“ schlossen sich an, zur Abenddämmerung gefolgt von „Captain Gips & Johnny Mauser“ sowie Thees Uhlmann. Bevor die Organisatoren selbst auf die große Bühne traten und allen mächtig einheizten.

Dass er selbst mal wieder im Mittelpunkt stand, lag diesmal nicht nur an der Musik und dem Erscheinungsbild von Frontmann Jan Gorkow. „Monchi” feierte nämlich ausgerechnet am Sonnabend seinen 30. Geburtstag. Und es gab einen tausendstimmigen Glückwunsch-Chor.