Klinik-Streit:

Demo in Wolgast: Zu Ostern droht der Mega-Stau

Sie geben nicht auf. In Wolgast steht am Ostermontag die nächste Demo für den Klinik-Erhalt ins Haus. Viele Insel-Touristen dürften auf die Aktion aufmerksam werden und im Stau landen.

Am Montag sollen erneut Hunderte Luftballons in den Wolgaster Himmel steigen. Gleichzeitig könnten hunderte Touristen auf den Usedomer Straßen stecken bleiben.
Tilo Wallrodt / NK-Archiv Am Montag sollen erneut Hunderte Luftballons in den Wolgaster Himmel steigen. Gleichzeitig könnten hunderte Touristen auf den Usedomer Straßen stecken bleiben.

Mit Kundgebung, Protestzug und einer großen Luftballon-Aktion soll am Ostermontag in Wolgast erneut demonstriert werden. Noch immer hofft eine Bürgerinitiative dort auf ein Einlenken der Landesregierung. Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) hatte dafür gesorgt, dass rund um den Jahreswechsel am Wolgaster Krankenhaus mehrere Stationen geschlossen wurden. Darunter auch die Kinderklinik und die Frauenheilkunde.

Ganz bewusst wollen die Organisatoren ihren Demo-Rhythmus auch am Feiertag nicht unterbrechen. Möglicherweise ist der Urlaubsverkehr gar einkalkuliert, um mehr Aufmerksamkeit für das Anliegen zu gewinnen. Jedenfalls wird den Hoteliers über das Internet bereits empfohlen, ihre Gäste auf einen mehrstündigen Stau vorzubereiten, der sich am Nachmittag über die Insel Usedom ziehen könnte. Pünktlich zum Rückreiseverkehr.

Luftballons zum Abschluss

Der Protestzug soll sich entlang der B 111 in Wolgast bewegen und könnte damit den Verkehr auf der Bundesstraße zeitweilig völlig lahmlegen. Die Demonstration soll um 14 Uhr mit einer Kundgebung am Rungeplatz in Wolgast beginnen und dann rund 90 Minuten dauern. Zum Abschluss sollen rund 500 Ballons in den Wolgaster Himmel steigen. Die Veranstalter hoffen auf mehr als 300 Teilnehmer. 

Die Strecke über die B 111 und die Wolgaster Brücke ist eine von zwei Zufahrtswegen zur Insel Usedom, die zum Osterwochenende den ersten Tourismus-Ansturm erwartet. Ein Ausweichen ist über die Zarrenthiner Brücke zwischen Anklam und Usedom Stadt möglich. Das könnte allerdings zum nächsten Stau führen, weil bei Anklam die Bundesstraße 109 halbseitig gesperrt ist.

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