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Demonstration für Anklamer Jugendzentrum

Fünf Tage nach dem Anschlag auf den Demokratiebahnhof in Anklam demonstrierten rund 50 Teilnehmer in der Kreisstadt Greifswald gegen rechte Gewalt. Die Polizei hatte es bei der Veranstaltung mitunter schwer.

Rund 50 Teilnehmer zogen bei der Demonstration durch die Greifswalder Innenstadt.
G.Kords Rund 50 Teilnehmer zogen bei der Demonstration durch die Greifswalder Innenstadt.

Eine Demonstration sorgte am Mittwochabend in Greifswald für einen größeren Polizeieinsatz. Rund 50 Teilnehmer hatten sich versammelt, zogen mit Bannern und Parolen durch die Innenstadt. Bereits in den Tagen zuvor kursierten im Internet Aufrufe zu der Demonstration. Sie richtete sich gegen rechtsextreme Gewalt.

Die Veranstaltung nahm Bezug auf zwei Übergriffe mit möglicherweise rechtsextremem Hintergrund. In der Nacht zum 9. Juni – im Vorfeld eines Punk-Konzerts – waren Unbekannte in ein Lokal in Burg Stargard eingebrochen und hatten Buttersäure verteilt. In der folgenden Nacht wurde der Anklamer Demokratiebahnhof beschmiert und ein Brandsatz gelegt, der noch rechtzeitig gelöscht werden konnte. Im Verdacht stehen zwei Jugendliche aus der Stadt, gegen die nun ermittelt wird.

Nach ersten Informationen war die Veranstaltung in Greifswald nicht offiziell nicht angemeldet. Die Polizei war mit rund einem Dutzend Einsatzkräften vor Ort. Die versuchten zu verhindern, dass Demonstranten den Verkehr blockieren und hatten sichtlich Mühe, die Veranstaltung unter Kontrolle zu halten.