Absprachen im Geheimen?:

Der Tag der Windkraft-Wahrheit für Ducherow

Werden die neuen Windräder bei Ducherow gebaut? Zuletzt wurde diese Entscheidung noch vertagt. Am Dienstagabend müssen die Gemeindevertreter aber Stellung beziehen. Für Verwirrung sorgt dabei, dass der nichtöffentliche Teil der Sitzung vorgezogen wurde.

Investoren wollen neun neue Windräder nahe dem Ducherower Ortsteil Neuendorf A bauen.
NK-Archiv Investoren wollen neun neue Windräder nahe dem Ducherower Ortsteil Neuendorf A bauen.

Neun neue Anlagen sind für das Windfeld Ducherow-Altwigshagen geplant. Am Dienstag, 12. Juli, um 19 Uhr soll die Gemeinde Ducherow entscheiden, wie sie zu vieren davon steht. Die Sitzung dazu findet im Sport- und Kulturzentrum Ducherow statt.

Das alles war eigentlich anders geplant. "Es ergibt sicher Sinn, beide Bauprojekte im Zusammenhang zu betrachten", hatte Bürgermeister Bernd Schubert (CDU) vor wenigen Wochen noch erklärt. Und mit der Begründung hatte man die Entscheidung aufgeschoben. In der Hoffnung bis Mitte Juli hätte man mehr Informationen zu den Plänen der Investoren.

Doch nun kommen der Gemeinde Fristen in die Quere. Bis zum Wochenende muss die Stellungnahme aus Ducherow beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) vorliegen.

Was wird vor der Entscheidung besprochen?

Allerdings wirft nun die offizielle Tagesordnung neue Fragen auf. Wie die Gemeindevertretung zu den über 200 Meter hohen Anlagen steht, das soll in öffentlicher Sitzung debattiert und entschieden werden. Doch bevor diese Entscheidung fällt, will man noch mal unter sich sein. Der nichtöffentliche Sitzungsteil wird vorgezogen.

Dabei soll es laut offizieller Einladung auch um eine Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Windenergie-Unternehmen Notus Energy gehen. Inhalt der Vereinbarung? Unbekannt. Über einen Zusammenhang zur anschließenden Entscheidung lässt sich nur mutmaßen. Ungewöhnlich ist es allerdings schon, dass der nichtöffentliche Teil eingeschoben wird, bevor alle öffentliche Angelegenheiten behandelt wurden.

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Kommentare (1)

Windparks verschandeln unsere schöne pommersche Landschaft und die seltene Vogelwelt wird zerstört. Die Kinder ziehen erst der Arbeit wegen weg und kommen später wegen dem Lärm und der versperrten Sicht Richtung Horizont auch nicht wieder. Einzel- und Splittersiedlungen werden entvölkert und irgendwann beräumt. Da nutzen dann auch die schönsten Dorfstraßen und Spielplätze nichts mehr. Da können dann die jetzigen Entscheidungsträger mit den Investoren spielen... Traurig, traurig - und wie zum Hohn wird in wenigen hundert km Entfernung in Polen ein durch EU-Gelder (vor allem Deutschland) gefördertes Atomkraftwerk erreichtet... Also, ziehen wir alle nach Bayern - da wird dem Volk zugehört!