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Dicker Dienstwagen: Galander sauer auf GWA-Chefin

Luxusdienstwagen ohne Rücksprache einfach bestellt, weitreichende Verträge im Alleingang ausgehandelt, fehlende Transparenz an vielen Stellen: Bürgermeister Galander nennt viele Gründe, warum es seiner Meinung nach nicht mehr wie bisher mit der GWA und deren Geschäftsführerin Susanne Bluhm weitergehen darf.

Anklams Bürgermeister Michael Galander ist sauer auf die GWA-Chefin.
NK-Archiv / Stefan Sauer Anklams Bürgermeister Michael Galander ist sauer auf die GWA-Chefin.

Die Liste der Vorwürfe ist lang. Anklams Bürgermeister Michael Galander ist sauer auf die Chefin der städtischen Grundstücks- und Wohnungswirtschafts GmbH (GWA) Susanne Bluhm. "Es scheint, als denke sie, sie kann machen, was sie will.", wettert Galander, der als Bürgermeister auch Chef der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrates ist. Um aus seiner Sicht endlich Ordnung in der GWA zu schaffen, benötigt das Unternehmen unter anderem dringend eine Neufassung des Gesellschaftervertrages.

Einem entsprechenden Entwurf hat die Gesellschafterversammlung am 22. September einstimmig zugestimmt und beschlossen, diesen der Stadtvertretung zum Beschluss vorzulegen. "Das war notwendig, denn der alte Vertrag entspricht nicht mehr den heutigen Rechtsvorschriften", macht Galander klar, dass es ihm nicht um einen Privatstreit mit Susanne Bluhm, sondern um das Unternehmen geht.

Vier-Augen-Prinzip

Es sei mehr als geboten, in Sachen GWA genauer hinzuschauen. Der Bürgermeister nennt als Beispiel das Vier-Augen-Prinzip in der Geschäftsführung der GWA, welches bereits seit Monaten beschlossen worden sei. "Doch wie wir sehen, ist nichts passiert."

Und so wundere es ihn nicht, dass Susanne Bluhm weiterhin zahlreiche Geschäftsentscheidungen alleine treffe, die aus seiner Sicht weit über ihre Kompetenzen hinausgingen. Es gebe bereits jetzt Grenzwerte, die nicht überschritten und somit nicht von der GWA-Chefin im Alleingang entschieden werden dürfen. Solche Fälle müssten dem Aufsichtsrat vorgelegt werden. "Das geschieht immer wieder nicht. Weder bei der Bestellung ihres neuen Dienstwagens, ein Audi Q 5 mit 65.000 Euro Listenpreis, noch beim Bau der neuen Häuser am Markt, um nur einige zu nennen."

Der Bürgermeister hat nun unter anderem eine genaue Prüfung der Abrechnungen für die vier fertigen Bauten am Markt angefordert. "Das ist nicht nur unser gutes Recht als Aufsichtsrat, sondern auch unsere Pflicht."

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Kommentare (1)

Was für ein guter Bürgermeister. Viel Erfolg beim Ausmisten der lokalen Filzokratie. Anklam hat sich in den Galanderjahren prächtig entwickelt.