Nach dem Fischsterben:

Die Anklamer Ethanol-Fabrik läuft wieder

Noch immer ist unklar, wie das Gift aus dem Ethanolwerk in die Peene kam. Doch während Helfer noch tote Fische einsammeln, kehrt der vermutliche Verursacher zum Alltag zurück.

Viele Freiwillige wie Florian Kahnt ziehen seit Tagen Fisch-Kadaver aus der Peene.
Michael Bonifer Viele Freiwillige wie Florian Kahnt ziehen seit Tagen Fisch-Kadaver aus der Peene.

Erst wurden die Leitungen geprüft, schließlich die ganze Anlage. Die Anklamer Zuckerfabrik hatte in der vergangenen Woche mehrere Spezialisten engagiert, um den fatalen Fehler im Leitungssystem zu finden.

Eine Woche ist vergangen, seit das tausendfache Sterben von Fischen in der Peene auffiel. Der vermutliche Verursacher, das Bioethanolwerk der Anklamer Zuckerfabrik und das dazugehörige Lager, ist ebenfalls ausgemacht. Eine offenstehende Leitung soll den Austritt von bis zu einer Million Liter Bioethanol in die Peene ermöglicht haben. Wie das genau vonstatten ging, welche Mengen des giftigen Stoffes wirklich im Fluss landeten und ob womöglich Sabotage hinter der Umweltverschmutzung steckt - viele Fragen sind immer noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Im Bioethanolwerk, das nach dem Bekanntwerden des Vorfalls die Produktion stoppte, wurde der Betrieb nun wieder hochgefahren. Zuvor sei durch einen Gutachter eine ganztägige Prüfung erfolgt, teilte das Unternehmen mit. „Im Ergebnis seiner Untersuchungen wurde von dem Gutachter festgestellt, dass die Beseitigung des Mangels am Rohrleitungssystem erfolgt ist“, so Geschäftsführer Matthias Sauer. Dennoch seien die Anlagenfahrer angewiesen, „den Betrieb bei der geringsten Störung oder Auffälligkeit unmittelbar und sofort wieder einzustellen“. 

Dazu sei es bisher aber nicht gekommen: „Am Sonnabend wurde auch die geschlossene Rohrleitung im Tanklager erstmals wieder benutzt. Zur Sicherheit wurde der Regenwassereinlauf der Bluthsluster Straße in den Galgenberggraben seit Freitagabend stündlich überwacht. Die Anlage ist seither ohne Unterbrechungen gelaufen. Es kam zu keinerlei Unregelmäßigkeiten“, heißt es von der Zuckerfabrik.

Während im Werk also wieder ganz normal gearbeitet wird, kämpft man auf der Peene immer noch mit den Auswirkungen des Chemieunfalls. Etliche freiwillige Helfer sammelten die toten Fische ein. Insgesamt drei Mal wurden die Tierkadaver bereits von den drei Sammelstellen in Anklam abgefahren, heißt es vom Landkreis. Rund 500 Euro hat dies bislang gekostet. Eine Spezial-Firma in Malchin kümmert sich um die Vernichtung der Kadaver. Die Möglichkeit, eingesammelt tote Fische abgegeben zu können, soll auch in den kommenden Tagen fortbestehen. Trotz nicht genehmigten Haushalt seien solche Hilfemaßnahmen möglich, sagt Kreissprecherin Anke Radlof. Dagegen dementiert sie jedoch Informationen, dass der Landkreis für betroffene Vereine und Firmen an der Peene einen Hilfsfond von 100 000 Euro bereitstellt. Solch einen Fonds sieht die Rechtsordnung nicht vor, sagt sie.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (5)

Es ist echt schade wie wir Menschen heute denken, der Schaden das abertausend Fische aus dem Grünen Amazonas deutschlands sterben hat rung 500 € bislang Gekostet!!!!# Ín Meinen Augen ist dies kein vergleichbarer Wert! 500€, 500 eine Zahl was für ein wert, im gegensatz zu so vielen Lebewesen die verreckt sind. diese einzigartige Natur die ZERSTÖRT wurde (auf jedenfall vorrübergehend) durch den MENSCHEN und der geht hin und vergleicht dies mit 500€ bzw. ein Hilfefond bereitgestelt wird und dann ist alles gut und vergessen! Wir haben wieder ZERSTÖRT !!! UND Reparieren Warum???

und wieder wird illegal gebrannt..... seltsam das der verlust niemanden vorher aufgefallen ist! aber irgend jemand muss es ja gewesen sein der millionen von liter verunreignt hat. solch eine menge schafft doch keine kleine destille! Zuckerfabrik ist der schuldige und da sollte man intern untersuchen wers war! aber in diesem land wars keiner und niemand hats gesehn, sondern nur geträumt... armes deutschland. denk ich an deutschland in der nacht ......heine hats vorhergesehen

Gibt es noch leben in ddem Peneteil der betroffen ist? oder nur noch Leichen? Würde mich sehr stark interesieren!!!

Hallo Flips2006, ja, es gibt noch Leben in dem Peeneteil. Angeblich haben Angler sogar schon wieder lebende Fische aus dem Wasser gezogen. Auch andere Tierarten, wie Krebse oder Schnecken sind von de3r Katatstrophe offenbar weniger stark betroffen. (Auch da wurde allerdings schon von verendeten Tieren berichtet.) Viele Grüße aus der Redaktion Carsten Schönebeck

zum glück kommen wieder tiere nach..... vielleicht war es auch nur eine gute geste der zuckerfabrik um das leben in diesem lande bei der besch... politik erträglicher zu machen im suff. aber bekanntlich ist es manchmal auch zuviel wie die vielen alkoholleichen in diesem lande zeigen....