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Die Anklamer lieben Mord und Totschlag

Die Anklamer stehen also auf Mord und Totschlag. Was sich schlimm anhört, hat natürlich einen ganz profanen Grund: Es geht um Krimis. Von den 12 000 Büchern, die die Anklamer 2013 ausgeliehen haben, steht auf dem ersten Platz „Die Schändung“. Na dann mal schönes Schaudern!

Karen Fuhrmann glaubt, dass das neue Buch von Adler-Olsen "Erwartung" dieses Jahr bei den Anklamern gut ankommt.
Oliver Wunder Karen Fuhrmann glaubt, dass das neue Buch von Adler-Olsen "Erwartung" dieses Jahr bei den Anklamern gut ankommt.

Die Anklamer und ihre Kriminalgeschichten – das ist eine innige Liebe. Seit Jahren stehen Krimis bei den Anklamern hoch im Kurs. Die Hansestädter lieben knisternde Spannung und Mordfälle. Das legen zumindest die Nutzungszahlen der Stadtbibliothek nahe.

Die Mitarbeiter der Anklamer Stadtbibliothek „Johann Christoph Adelung“ wissen sehr gut, was in Anklam gelesen wird. Rund 12 000 Leserinnen und Leser leihen sich hier pro Jahr Bücher aus. „Wir haben ein Angebot von 30 000 Büchern, Hörbüchern, Magazinen und mehr“, sagt Karen Fuhrmann. Sie ist seit Dezember 2013 Leiterin der Stadtbibliothek.

Vor allem die Bücher von Adler Olsen haben es im vergangenen Jahr den Anklamern angetan – wie schon im Jahr 2012. Auf Platz eins und drei der meistausgeliehenen Bücher stehen „Die Schändung“ und „Das Alphabethaus“ von Adler Olsen. „Als Krimi-Fan muss man die Bücher gelesen haben“, sagt Fuhrmann. „Sie sind nicht nur spannend, sondern haben auch viel Humor“. Am zweithäufigsten haben die Anklamer das Buch „Grießnockerlaffäre“ von Rita Falk ausgeliehen. Natürlich ist das ebenfalls ein Krimi.

Der Trend: Einige Anklamer möchten ihre Bücher auf digitalem Wege lesen, also als so genanntes E-Book. Das sind Dateien, die auf einem speziellen Gerät gelesen werden können. Doch der Schritt zu E-Books in der Stadtbibliothek dauert noch eine ganze Weile, denn die Anschaffung der Infrastruktur ist sehr teuer. Um E-Books bequem von zuhause oder unterwegs über das Internet ausleihen zu können, müssen teure technische Geräte gekauft werden. Dennoch möchte die Stadtbibliothek in naher Zukunft auch diese Kundenwünsche bedienen können. „Die Generation 40plus fragt schon nach E-Books“, sagt Karen Fuhrmann.

Einen Lese-Tipp für 2014 hat die Bibliotheksleiterin natürlich auch noch auf Lager. Klar, es ist ein Krimi! Adler Olsens „Erwartung“, der fünfte Teil der Krimi-Reihe. Fuhrmann: „Es ist schon gut, mit dem ersten Teil zu beginnen, aber man kann auch einfach so einsteigen, da es sich um abgeschlossene Kriminalfälle handelt.“