Neue Revue:

Die Fritzer lassen die Puppen tanzen

Puppen, mit denen niemand spielen will, ein Clown, der unbeachtet in der Ecke herumliegt – die Kinder haben nur noch Zeit für Computer & Co. Doch das Spielzeug macht mobil und gewinnt die Kinderherzen zurück. Die neue Revue der Fritzer startet am 22. November.

Die Präsentation auf dem 2,80 hohen Tisch und dem dazugehörigen (Trampolin-)Stuhl funktioniert schon ganz gut, dennoch brauchen die jungen Leute noch etwas Zeit, sich mit dem neuen Gerät vertraut zu machen.
Veronika Müller Die Präsentation auf dem 2,80 hohen Tisch und dem dazugehörigen (Trampolin-)Stuhl funktioniert schon ganz gut, dennoch brauchen die jungen Leute noch etwas Zeit, sich mit dem neuen Gerät vertraut zu machen.

„Spiel mit mir!“ Der Clown im Kinderzimmer ist einsam, niemand spielt mit ihm. So geht es auch all den Puppen, Teddys und Spielen, die sich in Schränken und Regalen drängeln. Die Kinder haben keine Lust auf Spielzeug – Computer & Co. sind ihnen wichtiger. Doch das will der Clown nicht hinnehmen, er holt Puppen,
Teddys, Cowboys, Indianer, Bauernhoftiere und Spiele aus dem Schrank und erweckt sie zum Leben. Der Zauber beginnt. Und damit eine bunte, verspielte Revue des Fritz-Reuter-Ensembles Anklam, die natürlich wieder mit viel Artistik, Tanz und Spiel gespickt ist. Aber bis zur Premiere liegt vor den Akteuren – etwa 75 Kinder und Jugendliche des FRE sind dabei – ein weiter Weg.

Überdimensionale Requisite verlangt einiges ab

„Alle Nummern müssen hart erarbeitet, zur Routine werden. Keine leichte Aufgabe“, weiß der künstlerische Leiter der Fritzer Torsten Wiedemann, der sich übrigens die neue Kinderrevue-Geschichte ausgedacht hat. Nun trainiert er mehrmals in der Woche mit den Artisten, bis die Leichtigkeit die harte Arbeit überspielt.

Und es ist nicht wenig, was er den jungen Leuten diesmal wieder abverlangt. Schon das neue „Sprunggerät“ ist Respekt einflößend. Eigentlich sind sie ja ganz harmlos: ein Tisch und ein Stuhl. Allerdings macht die Größe den Unterschied. Der Tisch misst imposante 2,80 Meter. Der Stuhl entspricht diesen Dimensionen. Die Sitzfläche ist ein verstecktes Trampolin und die Lehne kommt locker auf eine Höhe von drei Metern.

Genau das ist das Geheimnis der Fritzer: Auf der Bühne schaut es aus, als sei alles nur ein Klacks – die Leichtigkeit verzaubert das Publikum. Schweiß, Erschöpfung und Muskelkater sind dann vergessen. Das gilt übrigens ebenfalls für die Tänzer, die unterdessen in anderen Räumen ebenso hart schuften, damit am 22. November alles klappt, wenn es heißt: „Spiel mit mir“.