:

Die Ortsumgehung ist eröffnet

Es war ein großer Tag für Anklam. Am Freitag fuhren die ersten Autos über die neue Orstumgehung. Ein Ereignis, das eine ganze Stadt bewegt.

Die ersten Besucher der neuen Straße waren Passanten. Mehr als 100 Menschen nutzen die Eröffnungszeremonie, um ihre Ortsumgehung zu erkunden.
Simon Voigt Die ersten Besucher der neuen Straße waren Passanten. Mehr als 100 Menschen nutzen die Eröffnungszeremonie, um ihre Ortsumgehung zu erkunden.

Es war ein großer Tag für Anklam. Mehr als einhundert Besucher wollten dabei sein, als am Freitagnachmittag die neue Ortsumgehung offiziell für den Verkehr freigegeben wurde. "Dies ist ein wichtiger Lückenschluss in der Infrastruktur Mecklenburg-Vorpommerns", sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Der Verkehrsminister des Landes, Christian Pegel (SPD), unterstrich, "dass sich die Anklamer mit der Umgehungsstraße ein Stück wohler fühlen können." Denn nun fließe der Verkehr nicht mehr durch die Stadt, sondern an ihr vorbei.

Und genau das zeigte sich kurz danach ganz praktisch: Die ersten Baken wurden an der Peene-Brücke zur Seite geschoben und somit waren es die Fahrer aus der nördlichen Richtung, die als erste über das neue Straßenbauwerk fahren durften. Wenig später wurde aber auch die andere Fahrbahn freigegeben.

Die Gesamtbaukosten der Ortsumgehung liegen bei ungefähr 25,6 Millionen Euro. Den größten Teil trägt der Bund, gefolgt von der Europäischen Union. Außerdem sind das Land Mecklenburg-Vorpommern mit rund 116.000 Euro, die Stadt Anklam mit rund 86.000 Euro und das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern mit rund 529.000 Euro beteiligt.

Die Bauzeit für den letzten Abschnitt betrug vier Jahre, er ist mit 1,8 Kilometer der kürzeste. Insgesamt hat die neue Ortsumgehung eine Länge von 7,1 Kilometern. Die anderen beiden Abschnitte wurden 1999 und 2002 fertiggestellt.