Fischsterben in der Peene:

Die Suche nach dem Todesgift

Hunderte tote Fische trieben am Montagmorgen in der Peene. Den Tag über suchten die Behörden erfolglos nach der Ursache. Erst am frühen Abend kam der entscheidende Tipp. Was genau die Fische tötete, ist aber nach wie vor unklar.

Dieser stattliche Barsch hat es nicht überlebt – genauso wie viele andere Fische.
Jörg Foetzke Dieser stattliche Barsch hat es nicht überlebt – genauso wie viele andere Fische.

Montagabend ging auf einmal alles ganz schnell. Nachdem etliche Anklamer Passanten den ganzen Tag über die toten Fische in der Peene meldeten, das Kreisumweltamt erste Vermutungen anstellte und Proben nahm, und Zuckerfabrik-Chef Matthias Sauer die Bioethanol stoppen ließ, kam am Abend der entscheidende Tipp.

Carsten Enke von der Anklamer Kanustation hatte Amt und Wasserschutzpolizei alarmiert. Er hatte auf eigene Faust nach der Ursache des Fischsterbens gesucht und zwei Abläufe entdeckt, aus denen übelriechende Flüssigkeiten in einen Stichkanal zur Peene flossen. Einer direkt am Gelände der Zuckerfabrik, der andere kurz davor.

Ist eine Chemikalie schuld am Fischsterben?

Doch um was genau es sich bei der austretenden Flüssigkeit handelt, das konnte auch Umweltamt-Chef Zölfel nicht direkt feststellen. Kein Bioethanol, vermutet er. „Dem Geruch nach ist es eher eine Reinigungschemikalie“, so seine Vermutung am Montagabend.

Doch woher die Flüssigkeit kommt, ließ sich am Abend nicht feststellen. Ingolf Zölfel ließ sich sicherheitshalber die Reinigungssysteme des Schwimmbades zeigen. Die Feuerwehr blockierte die beiden Abläufe schließlich, um zu verhindern, dass noch mehr Chemie in die Peene fließt. Polizei und Umweltamt entnahmen eine Reihe von Proben, die heute analysiert werden.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung