Wütender Anklamer Fördervereinschef :

"Dieser Kreis gehört abgeschafft"

Die Sparvorgaben der Kommunalaufsicht treffen vor allem die Anklamer Nikolaikirche.  "Das ist eine Unverschämtheit", zetert Peer Wittig, der Chef des Kirchen-Fördervereins.

Peer Wittig ist stinksauer: "Der Kreis spart Anklam kaputt."
Jörg Foetzke Peer Wittig ist stinksauer: "Der Kreis spart Anklam kaputt."

Kein gutes Haar lässt der Anklamer Peer Wittig an der Kreisverwaltung für Vorpommern-Greifswald: „Sie ist zu nichts nütze, sie gehört abgeschafft“, redet sich der Vorsitzende des Fördervereins für die Anklamer Nikolaikirche in Rage.

Hintergrund für seinen Unmut ist die Verfügung der bei der Kreisverwaltung angesiedelten Kommunalaufsicht zum Anklamer Doppelhaushalt 2013/14, dessen Sparvorgaben vor allem die Nikolaikirche trifft.

Noch Ende vergangener Woche hoffte Wittig, dass spätestens in zwei Jahren alle Fenster der Nikolaikirche wieder verglast sind. In den kommenden Tagen werden an der Nordseite des Kirchenschiffes drei weitere Fenster eingesetzt. Die Kosten von 70 000 Euro begleicht der Förderverein aus eigener Kasse. Für das kommende Jahr wollte dann die Stadtverwaltung mit Hilfe eines Förderprogramms die noch offenen Chorfenster dicht machen. Für den Eigenanteil sollte ein Investitionskredit über 160 000 Euro aufgenommen werden. Doch daraus wird nun nichts: Die Kommunalaufsicht verweigerte die Zustimmung.

„Das ist ein Unverschämtheit“, sagt Peer Wittig. Der Kreis selbst leiste sich für Millionen einen neuen Verwaltungssitz in Greifswald und gönne sich einen Berater für 300 000 Euro. Eine Stadt wie Anklam, die sich gerade in einem Umbruch befinde, werde dagegen mit stumpfsinnigen Vorgaben kaputtgespart. Daher ist für Peer Wittig Fakt: Dieser Kreis gehört abgeschafft!

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