Hat hier ein Wolf gewütet?:

Drei Schafe bei Spantekow gerissen

Drei Skudden wurden auf einer Weide bei Spantekow gerissen – am helllichten Tag. Doch wer war der Täter? Anwohner fürchten, dass hier ein Wolf zugeschlagen hat.

Die drei Schafe wurden mit gezielten Bissen in die Kehle getötet, unklar ist aber noch, ob ein Wolf der Täter war.
J. Klein Die drei Schafe wurden mit gezielten Bissen in die Kehle getötet, unklar ist aber noch, ob ein Wolf der Täter war.

Kreisende Kolkraben waren der erste Hinweis:Drei tote Skudden fand Familie Luchterhand auf ihrer Weide in Neuendorf B. „Erst haben wir nur ein Schaf gesehen. Da haben wir noch gehofft, dass die anderen leben.“ Die Hoffnung war vergebens. Alle drei Tiere wurden gerissen, das jüngste fast aufgefressen.

Als die Luchterhands zum Tatort kamen, war es etwa 17.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kadaver noch warm. Der Täter hatte also am helllichten Tag zugeschlagen. Spricht das für einen Hund? Der Wolfsbeauftragte Torsten Dinse wurde gerufen, um zu klären, wer hier gewütet hatte: Hund oder Wolf? Eine Antwort gibt es noch nicht. Der Experte sicherte DNA-Spuren, deren Auswertung aber etwa vier Wochen dauert. Andere Spuren, die am Tatort gefunden wurden, sprechen zumindest nicht gegen den Wolf: Die Größe der Pfotenabdrücke würde passen und auch die Zahnabstände am Riss. Außerdem töten Hunde Schafe häufig nur, fressen sie aber nicht.

Unruhe macht sich breit im Dorf: Die Nachbarn besitzen selbst drei Pferde, Hund und Katze und fürchten nun um die Sicherheit ihrer Tiere. Wolfsbeauftragter Frank Jüttner erinnert unterdessen daran, dass in Wolfsgebieten Elektrozäune empfohlen werden. Mehr Informationen unter www.wolf-mv.de.

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