Brand-Ruine:

Eigentümer weiß nicht, wie ihm geschieht

Die Brandruine an der Friedländer Straße steht immer noch - dabei würde der Eigentümer sie gern abreißen. Doch nach seinen Angaben haben die Behörden das Objekt noch gesperrt. Doch die wissen von nichts.

Die Brandruine an der Friedländer Straße ist ein Schandfleck - der momentan allerdings nicht verschwinden kann, weil die Behörden nicht wissen, ob sie womöglich noch Einwände gegen den Abriss haben.
Jörg Foetzke Die Brandruine an der Friedländer Straße ist ein Schandfleck - der momentan allerdings nicht verschwinden kann, weil die Behörden nicht wissen, ob sie womöglich noch Einwände gegen den Abriss haben.

Als Kulisse für einen Kriegsfilm wäre die Brandruine an der Friedländer Straße ganz sicher geeignet, doch für das Anklamer Stadtbild ist sie ein Schandfleck. Das Haus brannte bereits im Dezember ab. Da verwundert es schon, dass sich nach über sechs Monaten am Ort des Geschehen noch immer nichts getan hat.

Dabei würde Eigentümer Michael Hannasky das Haus gern abreißen: Voraussichtlich im dritten Quartal will er mit der Sanierung des Mehrfamilienhauses an der Ecke Friedländer Straße/Kurzer Steig beginnen, schräg gegenüber von der Brandruine. Deren bis dahin beräumtes Grundstück will er als Logistik- und Parkplatz nutzen.

Doch nach seinen Angaben hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenbuerg das Gebäude beschlagnahmt. "Offenbar, um keine Spuren zu verwischen", mutmaßt er Bislang habe die Staatsanwaltschaft keine Anstalten gemacht, die Brandruine wieder frei zu geben.

Die Antwort der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg auf eine Nordkurier-Anfrage zum Sachverhalt fällt jedoch ziemlich überraschend aus: Denn das abgebrannte Haus an der Friedländer Landstraße sei zu keinem Zeitpunkt beschlagnahmt gewesen. Der Brandursachenermittler habe sich die Ruine unmittelbar nach dem Brand angeschaut. Danach habe es keinen Grund gegeben, die Ruine zu sperren, erklärt Gerd Zeisler, Sprecher der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft.

Eigentümer Hannasky war überrascht - und wandte sich daraufhin selbst an die Staatsanwaltschaft. Er bekam von dort lediglich den Hinweis, sein Anliegen schriftlich einzureichen. Auf erneute Anfrage der Nordkurier-Redaktion beteuert Sprecher Gerd Zeissler wiederum, dass die Staatsanwealtschaft nichts mehr mit der Brandruine zu tun habe. Allerdings könne es sein, dass aus baupolizielicher Sicht noch Angelegenheiten zu klären seien.

Im Anklamer Stadtbauamt weiß man derweil nichts davon, dass es in Sachen Brandruine an der Friedländer Straße noch einen besonderen Klärungsbedarf gibt. Und auch  aus dem Kreisbauamt kommten vorerst auch keine Informationen, die Lichts ins Dunkle bringen. Die verantwortliche Sachbearbeiterin sei in einer verlängerten Pfingst-Freizeit, erklärte Kreis-Sprecherin Anke Radlof. 

Eigentümer Michael Hannasky hofft indessen, dass die Behörden sich über die Verantwortlichkeiten einigen und er die Ruine rechtzeitig abreißen kann.

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