Mass of Joy:

Ein Freudenfest für Musikliebhaber

Zwei Chöre, Solosopran, Big Band und Streichorchester. In dieser Besetzung wird am Sonntag in der Anklamer Marienkirche ein musikalisches Freudenfest angestimmt.

Noch sind sie bei den letzten Vorbereitungen. Am Sonntag wollen die Musiker die Kirche zum Beben bringen.
Anja Rau Noch sind sie bei den letzten Vorbereitungen. Am Sonntag wollen die Musiker die Kirche zum Beben bringen.

Wer gern Klassik hört, für den ist die „Mass of Joy“ etwas. Für alle Jazz-, Swing- und Pop-Liebhaber aber auch. Das liegt am Konzept des Komponisten Ralf Grössler, der die verschiedenen Stile in seiner Freudenmesse durchmischt. Fuge, Choral und darauf Swing, daran mussten sich die Anklamer Sänger bei den Proben erst einmal gewöhnen. Seit April sind die Sänger fleißig am Üben, haben zwei Wochenenden voller Proben hinter sich. Denn es ist gerade die Mischung der Epochen, die das Stück ausmacht. „Der Spagat zwischen Klassik und Big Band ist eine neue Herausforderung“, sagt Kantorin Ruth-Margret Friedrich. Sie kennt den Komponisten persönlich, ist seit der Uraufführung 1998 von dem Stück fasziniert.

Jetzt hatte sie in Anklam endlich die Gelegenheit zur Aufführung. Die Jungs aus dem Knabenchor sind dabei, die Jugendlichen und auch die Männer und Frauen reiferen Semesters. Sie alle bilden zwei fünfstimmige Chöre. „Es ist schön, wenn alle Generationen zusammen musizieren“, so Friedrich. Unterstützt werden die Chorsänger von Instrumentalisten aus Greifswald, Neubrandenburg und Berlin sowie der Sopranistin Susi Koch. „Das ist ein ganz tolles Stück. Schön, dass ich singen darf“, sagt die Rostockerin. In Weimar studierte die 32-Jährige Jazz- und Popgesang, arbeitet heute als Vocal Coach und leitet selbst drei Popchöre. Dass sie in Anklam mit Laienmusikern zusammenarbeitet, gefällt ihr. Die Freude am Gesang ist eben nicht nur etwas für Profis.

Eine bunte Mischung

Der Leiter des Anklamer Knabenchores und der musikalischen Ausbildung der Theaterakademie Vorpommern, Mike Hartmann, sitzt bei der „Mass of Joy“ inmitten der Musiker. Am Klavier. Und doch hat er für das Stück noch mehr getan. „Er hat die Jazzer angefragt, kennt viele Leute durch seine Arbeit“, so Friedrich. Denn neben den Streichern wurden auch ein Schlagzeuger, ein Saxofonist, Blechbläser sowie ein Vibrafonist für das Ensemble gesucht. Eine bunte Mischung für eine musikalische Messe, es ist eben eine Gospel-Messe.

Für Friedrich und auch für viele Sänger wird es nicht das letzte Werk sein, dass sie in Anklam aufführen. „Es gab schon erste Fragen nach weiteren Projekten.“ Wer aber erst einmal das Ergebnis der diesjährigen Arbeit erleben möchte, hat dazu am Sonntag Gelegenheit. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Karten gibt es in der Stadtinformation im Rathaus oder auch noch an der Abendkasse.

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