Vermutlich Tank explodiert:

Ein Knall in der Nacht - 200.000 Euro verkohlt

Nachts um drei Uhr in Vorpommern: Ein Feuer wütet in einem Carport, drei Luxusautos sind nur noch glühendes Metall. Auch ein Nebengebäude wird zerstört. Die Umstände sind rätselhaft, der Sachschaden enorm: 200.000 Euro.

Das nächtliche Feuer hinterlässt einen enormen Schaden. Drei Autos und Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum in einem Nebenhaus sind vollkommen zerstört.
ZVG Das nächtliche Feuer hinterlässt einen enormen Schaden. Drei Autos und Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum in einem Nebenhaus sind vollkommen zerstört.

Um 3 Uhr in der Nacht rührt sich in vorpommerschen Dörfern normalerweise nichts – umso verheerender, wenn es dann plötzlich zu brennen anfängt. Genau das ist in der Nacht zu Mittwoch in Krebsow, nordwestlich von Anklam zwischen Züssow und Groß Kiesow, passiert: Mitten in der Nacht stand dort plötzlich der Carport eines Wohnhauses in Flammen. Und eine Weile dürfte das Feuer schon gelodert haben, bevor die Bewohner und Nachbarn aufgeschreckt wurden: „Es hat mörderisch gekracht“, berichtet Nachbar Mario Schmidt, dessen Wohnhaus unmittelbar an das betroffene Gebäude angrenzt: „Wahrscheinlich ist da der Tank von einem der drei Autos explodiert, die unter dem Carport standen.“

Durch den Knall wurden auch die drei Bewohner des Hauses, zu dem der Carport gehört, wach: Sie konnten sich unverletzt aus dem Haus retten.

Um 3.05 Uhr gibt es dann auch Alarm bei den freiwilligen Feuerwehren in Groß Kiesow, Züssow und Ranzin. Als die Kameraden in den rund drei Kilometer entfernten Orten zu ihren Gerätehäusern eilen, sehen sie bereits den Feuerschein aus Krebsow und entscheiden: Da brauchen wir weitere Hilfe. Sie ordern die Wehren aus Karlsburg und Lühmannsdorf nach, später rückt auch noch die Feuerwehr Hanshagen aus. Die Kameraden aus dem nahen Sanz kamen nicht zum Zuge, denn ihr Einsatzfahrzeug war in der Werkstatt.

Am Brandort müssen die rund 30 Kameraden dann etliche Aufgaben parallel erledigen: Der erste Angriff muss so schnell wie möglich stattfinden, außerdem gilt es, das Wohnhaus, das nur rund einen Meter neben dem Carport steht, vor den Flammen zu schützen. Für ein Nebengebäude, das direkt an den Carport angrenzt, ist es da schon zu spät. „Größtes Problem war aber die Wasserversorgung“, sagt ein Feuerwehrmann: „Zunächst konnten wir die 20.000-Liter-Zisterne der angrenzenden Schreinerei und die Wassertanks in den Fahrzeugen nutzen.“ Doch gesichert ist die Wasserzufuhr erst, als die Kameraden eine Leitung aus 21 B-Schläuchen zum rund 500 Meter entfernten Hydranten gelegt haben.

Die verheerende Bilanz des Feuers, als es am Vormittag gegen 9 Uhr endgültig gelöscht ist: Auf 200.000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, denn die zerstörten Güter sind nicht von Pappe. Zwei Geländewagen, ein Mittelklassewagen und das Nebengebäude mit Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum. „Eine echte Wohlfühloase, die jetzt nur noch verkohlter Schrott ist“, kommentiert ein Feuerwehrmann. Immerhin: Das Wohngebäude bleibt bewohnbar, auch wenn der Dachstuhl und einige Räume Schaden nahmen.

Was außerdem bleibt, ist ein mulmiges Gefühl in Krebsow und Vorpommern. Die Ursache des Feuers ist völlig unklar, ein Brandursachenermittler der Kriminalpolizei forschte bis zum späten Abend nach der Ursache. Technischer Defekt oder Brandstiftung – zu dieser Frage wollte sich bislang niemand äußern.

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Kommentare (1)

2 Variantenshow: wer hat sich denn da unliebesame neider gemacht und ist es ein heißer abriß wegen insolvenz ???? mehr wege gibt es doch nicht....oder sind wir alle so blauäugig?