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Ekelgraben wird zum Spaßbad für Moorfrösche

Drecksloch, adé. Der Entwässerungsgraben am Anklamer Stadtpark, der zuletzt auch menschliche Fäkalien enthielt, wurde nun endlich gereinigt. Das tut auch dem Moorfrosch gut.

Links: So sah der Graben im Stadtpark von Anklam vor der Reinigung aus. Rechts: Jetzt dürfte sich der Moorfrosch wohler fühlen.
Stiel, Matthias Links: So sah der Graben im Stadtpark von Anklam vor der Reinigung aus. Rechts: Jetzt dürfte sich der Moorfrosch wohler fühlen.

Der Ekelgraben im Anklamer Stadtpark ist endlich wieder frei. Bisher sorgten Müll, Pflanzenreste, Schutt und sogar menschliche Fäkalien dafür, dass das Wasser im Graben nicht richtig fließt. In den vergangenen Tagen wurde das Gewässer mit schwerem Gerät gereinigt.

„Die Abfälle waren schon enorm”

Tonnenweise Müll habe die ausführende Firma aus dem Graben gezogen, sagte Jens Uhthoff, vom Wasser- und Bodenverband „Untere Peene“, der für die Wartung des Gewässers zuständig ist. Die Firma bestätigte dies: „Die Abfälle waren schon enorm, das habe ich so noch nicht erlebt“, sagte Bauleiter André Sommerfeld.

Christian Hildebrandt von der Unteren Naturschutzbehörde ist zufrieden. „Vorher war kaum Sauerstoff im Wasser“, sagte er. Er geht davon aus, dass sich das nun ändert: „Das Wasser ist ja nun insgesamt wieder tiefer und endlich wieder in Bewegung, das wirkt sich normalerweise auch auf den Sauerstoffgehalt positiv aus“, erklärte er. Das Gewässer biete damit auch einen besseren Naturraum für den hier lebenden Moorfrosch, der in der Erde überwintert.